Letztes Update am Di, 02.04.2019 12:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Umfärbeprozess beendet: Wiens ÖVP jetzt ganz türkis



Wien (APA) - Die Wiener ÖVP ist nun ganz türkis. Das Branding sei „ganzheitlich“ umgestellt worden, hieß es am Dienstag in einer Pressekonferenz der Ex-Schwarzen. Gleichzeitig hoffte Landesparteiobmann und Kanzleramtsminister Gernot Blümel auf einen „Aufwind“ auch in der Wählergunst. Er berichtete von Umfragen, wonach die Wiener ÖVP in Wien derzeit auf 16 Prozent käme.

Das ist deutlich mehr als bei der Wien-Wahl 2015, bei der die Volkspartei unter die 10-Prozent-Marke gerutscht ist. „Wir sind der Meinung, dass es auch in Wien mehr Türkis braucht“, sagte der Parteichef. Man sei jetzt schon eine der „effektivsten und lautesten“ Oppositionsparteien.

Gleichzeitig übte er Kritik an der rot-grünen Stadtregierung. Blümel verwies auf Themen wie Gangbetten oder Heumarkt und bekräftigte zudem seine Forderung nach einer Sonntagsöffnung in ausgewiesenen Tourismuszonen. „Die kann der Bürgermeister mit einer Unterschrift umsetzen“, forderte der Wiener VP-Obmann Stadtchef Michael Ludwig (SPÖ) zum Handeln auf.

Dass die Stadt stets betont, dies nur bei einer Einigung der Sozialpartner umsetzen zu wollen, soll laut Blümel kein Hindernis sein. Derzeit gebe es eine solche Einigung nicht, die Stadt rede sich auf die Sozialpartner aus und umgekehrt. „Ich würde das unmittelbar umsetzen“, regte der ÖVP-Politiker an, nicht auf eine solche Vereinbarung zu warten.

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Präsentiert wurde am Dienstag auch ein Architekturmodell, das die Vorstellungen der nunmehr Türkisen für den Handelskai demonstriert. Am Donauufer bzw. im Fluss soll Platz etwa für ein Opernhaus, schwimmende Märkte oder auch Hausboote geschaffen werden.

Der Wechsel auf den neuen Farbton erfolgte in der Wiener ÖVP quasi sukzessive. Nach Schwarz wurde auf Petrol umgestellt, wie Landesgeschäftsführerin Bernadette Arnolder erläuterte. Nun erfolgt der komplette Außenauftritt in jenem Türkis, das auch im Bund verwendet wird.

Apropos Bund: In seiner Funktion als Kulturminister war Blümel zuletzt mit Forderungen aus Wien konfrontiert, sich an der gewünschten Erhöhung des Betriebssubventionen des Volkstheaters zu beteiligen. Diesem Ansinnen erteilte er heute erneut eine Absage, wobei er bekräftigte, dass der Bund wie vereinbart einen Teil der Sanierungskosten übernehme.




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