Letztes Update am Di, 02.04.2019 14:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Steiermärkische 2018 mit hohem Gewinn und ebensolcher Bilanzsumme



Graz (APA) - Die Steiermärkische Sparkasse hat im Geschäftsjahr 2018 im Konzern mit einem Betriebsergebnis von 213 Mio. Euro deutlich besser abgeschlossen als 2017 (190 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss lag bei 178 Mio. Euro (2017: 167 Mio. Euro), wie Vorstandsvorsitzender Gerhard Fabisch am Dienstag bei der Bilanzpräsentation mitteilte. Die größten Steigerungen gab es im internationalen Geschäft, so Fabisch.

2018 hat der Vierer-Vorstand der Steiermärkischen zum dritten Mal in Folge eine gute Bilanz hingelegt: Die Bilanzsumme belief sich auf 15,76 Mrd. Euro (15 Mrd. Euro). Das Eigenkapital wuchs von 1,54 auf rund 1,64 Mrd. Euro - „aus unserer Sicht sind wir sehr, sehr gut aufgestellt“, sagte Fabisch.

An Kreditforderungen habe man 11,2 Mrd. Euro in den Büchern (2017: 10,8 Mrd.). An Verbindlichkeiten gegenüber Kunden standen 11,62 Mrd. Euro zu Buche (2017: 10,73 Mrd.). Auch bei den notleidenden Krediten (Non performing loans) dürfte es keine Sorgenfalten geben: Die Rate lag bei 2,2 Prozent, die EZB nennt 5 Prozent als Schmerzgrenze. 2017 hatte man noch rund 32.000 Neukunden registriert, 2018 waren es rund 45.000. Mittlerweile nutzten laut Risikomanagement-Vorstand Georg Bucher auch vier Millionen Kunden die Bank-App George, allein zwei Drittel der steirischen Kunden täten dies.

2018 wurde von Fabisch als „in vielerlei Hinsicht gutes Jahr mit guten Wirtschaftsdaten“ bezeichnet. „2,7 Prozent Wirtschaftswachstum ist ein respektabler Wert, dazu kommt ein stabiler Euribor.“ Auch der Zehnjahreszinssatz sei stabil, wenngleich man eine langsame Erhöhung erwartet habe. „2019 ist also noch nicht zinswendig, ein Jahr noch müssen sich Sparer gedulden“, sagte Fabisch. Generell sei es für die Steiermärkische gut gelaufen, alle Sparten, Geschäftsfelder und alle Töchter am Balkan seien sehr deutlich über Plan gelegen. „Manche über ein Drittel, das kommt selten vor“, so der Vorstandschef. Zum dritten Mal hintereinander habe man eine positive Risikovorsorge. Ein kleines Problem werde es allerdings schön langsam, neue Mitarbeiter zu bekommen, wie in allen Branchen. „Die Anzahl derjenigen, die sich um einen Job bemühen, war schon mal größer“, so Fabisch.

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Der für das Kommerzgeschäft zuständige Vorstand Franz Kerber sagte, dieses „hatte fast keine Bewölkung, ist um sieben Prozent gewachsen. Wir haben die Konjunktur der Jahre 2017/18 gut umgesetzt. Bemerkenswert ist, dass wir über 80 Prozent unseres Geschäfts mit KMU machen.“ Der Brexit treffe die Steiermark vielleicht stärker, sagte Kerber: „Aber Gespräche mit Unternehmern zeigten, sie sind nicht nervös, sondern gut vorbereitet. Manche haben Pufferlager errichtet und die vorjährige Höhe der Exporte nach Großbritannien mit rund 650 Mio. Euro war höher als sonst - viele haben Exporte vorgezogen.“

Der für das Risikomanagement verantwortliche Vorstand Georg Bucher sprach von der „außerordentlichen Situation, dass unsere Risikoauflösungen von knapp zehn Mio. Euro einen so positiven Beitrag leisten“. Zur geringen Zahl der notleidenden Kredite sagte Bucher, man versuche mit Kunden schon in frühen Stadien Lösungen zu finden.

Sava Dalbokov, verantwortlich für die Auslandsbeteiligungen, benannte den Beitrag der südosteuropäischen Töchter zum Konzernüberschuss mit 39,2 Prozent. Der höchste Beitrag kommt hier aus Kroatien. Man verbuchte historisch beste Ergebnisse und tiefste Risikokosten. „Die Stimmung am Balkan ist positiver geworden, was auch mit der Stabilisierung zu tun hat. Langjährige offene Themen mit Bulgarien und Griechenland sind gelöst, Serbien macht wirtschaftlich gute Fortschritte, Slowenien hat sich sehr gut erholt“, sagte Dalbokov. Der Erwerb der Ohridska Banka, für den noch die Genehmigung der Aufsichtsbehörden ausstehe, mache die Steiermärkische zur viertgrößten Bankengruppe in Nordmazedonien.

Zur Dividende sagte Vorstandschef Fabisch auf Journalistenfragen, diese werde erst ausgeschüttet, da noch die Hauptversammlung ausstehe - aber der größte Teil bleibe in der Bank, sagte Fabisch. Zum eventuellen Erwerb weiterer Anteile im südosteuropäischen Raum hieß es, man schaue in der Region immer wieder, zusammen mit dem Sparkassengruppen-Partner Erste Bank.

~ WEB http://www.steiermaerkische.at ~ APA315 2019-04-02/14:36




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