Letztes Update am Di, 02.04.2019 16:32

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verlobte in Wien-Leopoldstadt erstochen: Lebenslange Haft



Wien (APA) - Ein 40-jähriger Mann, der am 8. September 2018 in Wien-Leopoldstadt seine Verlobte erstochen hat, ist am Dienstag am Landesgericht zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Schuldspruch wegen Mordes fiel einstimmig aus. Der gebürtige Iraker war damit nicht einverstanden. „Die Strafe ist zu hoch“, befand er. Er meldete Berufung an. Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig.

Nach der Urteilsverkündung sorgte der gebürtige Iraker, der sich im Tatzeitpunkt eigentlich längst außerhalb der Landesgrenzen befinden hätte müssen - nach zwei Verurteilungen war ihm im Mai 2017 das Aufenthaltsrecht entzogen worden, nachdem er zuvor schon einen ersten rechtskräftigen Abschiebebescheid ignoriert und einen erneuten Asylantrag gestellt hatte - für Erstaunen. „Ich kann nicht mehr in meine Heimat zurückkehren“, sagte er. Die vorsitzende Richterin Eva Brandstetter kündigte darauf an, sie werde dem Bundesverwaltungsgerichtshof diese Wortmeldung zur Kenntnis bringen, wo sich der Iraker gegen die Aberkennung seines Bleiberechts beschwert hatte.




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