Letztes Update am Di, 02.04.2019 16:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Insolventer NÖ Asylquartierbetreiber: Noch 38 Unterkünfte in Betrieb



St. Pölten (APA) - Im Sanierungsverfahren über die niederösterreichische Eder Beteiligungsverwaltungs GmbH ist der Fortbetrieb bewilligt worden. „Derzeit werden 400 Flüchtlinge in 38 Quartieren betreut“, teilte Insolvenzverwalter Friedrich Nusterer nach der Berichts- und Prüfungstagsatzung am Dienstag am Landesgericht St. Pölten auf APA-Anfrage mit. Über den Sanierungsplan wird im Mai abgestimmt.

Das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung war am 21. Februar eröffnet worden. Passiva von rund 5,9 Millionen Euro stehen den Angaben zufolge Aktiva von 4,2 Millionen Euro gegenüber. Einige der ursprünglich mehr als 50 Asylquartiere in Niederösterreich wurden bereits geschlossen - der Großteil davon im Waldviertel, aber auch Unterkünfte in Amstetten und Traisen (Bezirk Lilienfeld). Von den zuletzt 38 Mitarbeitern wurden bisher an die acht abgebaut, hieß es. Die Sanierungsplantagsatzung findet am 14. Mai statt. Angeboten wird die Zahlung einer gesetzlichen Mindestquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren ab Annahme.

„Die Kontaktnahme mit dem Land funktioniert aus meiner Sicht sehr gut“, hielt Rechtsanwalt Nusterer fest. Das Unternehmen mit Sitz in Lilienfeld hatte ab 2015 Containerdörfer gebaut und musste Quartiere anmieten, um die Verträge mit dem Land Niederösterreich erfüllen zu können. „Nachdem sich herausstellte, dass Asylwerber im Containerdorf nicht mehr untergebracht wurden, waren die in diese Dörfer getätigten Investitionen verloren. Es kam zu einem Verlust von 2.000 Betreuungen von Asylwerbern“, hatten Gläubigerschützer nach Insolvenzanmeldung mitgeteilt.

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