Letztes Update am Mi, 03.04.2019 11:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Slowakischer Präsident Kiska will eigene Partei gründen



Bratislava (APA/dpa) - Der noch amtierende slowakische Präsident Andrej Kiska hat die Gründung einer eigenen Partei angekündigt. „Die Slowakei will eine Veränderung“, erklärte der 56-Jährige am Mittwoch in einem Video auf seiner Facebookseite. Der bisher parteilose Politiker übergibt Mitte Juni sein Amt an die Zuzana Caputova, die als Siegerin aus der Präsidentschaftswahl vergangenes Wochenende hervorgegangen ist.

In den Medien kursieren schon länger Spekulationen über die politischen Zukunftspläne Kiskas: Im vergangenen Jahr hatte der Millionär angekündigt, für keine zweite Amtszeit als Staatsoberhaupt kandidieren zu wollen, aber dennoch politisch aktiv zu bleiben.

Bei den Präsidentschaftswahlen am 16. und 30. März gewann die liberale Bürgeranwältin Zuzana Caputova klar vor dem EU-Kommissar Maros Sefcovic. Mit der für den 15. Juni festgelegten Amtsübernahme wird sie das erste weibliche Staatsoberhaupt der eher konservativen Slowakei.

Kiska hatte Caputovas Präsidentschaftskandidatur öffentlich unterstützt. In seinem Kurzvideo nahm er nun ihren Sieg auch für sich in Anspruch: „Diese Wahlen haben wir gewonnen. Jetzt müssen wir die Parlamentswahlen gewinnen. Darum gründe ich eine politische Partei. Ich will die anständigen und bereitwilligen Menschen verbinden und unser Land zum Besseren verändern“, sagte er. Weitere Details wolle er erst nach Ablauf seiner Amtszeit bekanntgeben.




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