Letztes Update am Mi, 03.04.2019 12:22

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Erneut Baby nach Beschneidung in Italien gestorben



Genua (APA) - Zum zweiten Mal binnen zehn Tagen ist ein Baby in Italien infolge einer Beschneidung zu Hause ums Leben gekommen. Bei dem Opfer handelt es sich um einen nigerianischen Buben, der mit seinen Eltern in Genua lebte. Die Mutter und die Großmutter des Kindes wurden laut italienischen Medien von der Polizei ausführlich zu dem Fall befragt.

Erst vor zehn Tagen war ein Bub in einem Krankenhaus in Bologna gestorben, gegen die Eltern wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Die aus Ghana stammenden Eltern sollen demnach die Beschneidung selbst an ihrem Wohnort in dem Ort Scandiano bei Reggio Emilia vorgenommen haben. Danach habe sich der Zustand des Babys schnell verschlechtert. In der Nacht auf Samstag starb es an einem Herzstillstand und Blutungen.

Vor allem muslimische und jüdische Familien lassen ihre Kinder aus hygienischen und religiösen Gründen beschneiden. Gesundheitsministerin Giulia Grillo warnte Eltern davor, die Beschneidungen illegal durchzuführen.

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