Letztes Update am Mi, 03.04.2019 18:28

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


AK-Wahl: FSG baute absolute Mehrheit in Niederösterreich aus



St. Pölten (APA) - Die Sozialdemokratischen Gewerkschafter haben bei der AK-Wahl in Niederösterreich - wie auch im gesamten Osten Österreichs - Erfolge gefeiert. Die FSG mit AKNÖ-Präsident Markus Wieser baute ihre absolute Mehrheit um fast drei Prozentpunkte auf 61,9 Prozent aus. Die Volkspartei Niederösterreich NÖAAB-FCG fuhr ein Minus ein. Die Wahlbeteiligung sank auf 38,5 Prozent (nach 40,91 Prozent 2014).

Die FSG erreichte laut dem vorläufigen Endergebnis 61,9 Prozent (2014: 59,0 Prozent), die Volkspartei Niederösterreich NÖAAB-FCG 21,1 Prozent (23,2) und die Freiheitlichen Arbeitnehmer - FPÖ (FA-FPÖ) kamen auf 10,3 Prozent (9,2), gab die Vorsitzende der Wahlkommission, Brigitte Adler, am frühen Mittwochabend in St. Pölten bekannt. Auf Alternative und Unabhängige Gewerkschafter (AUGE/UG) entfielen fast unverändert 3,1 Prozent (3,3) der Stimmen, auf die Liste Perspektive 1,4 Prozent (1,1) und auf die Grünen Gewerkschafter 1,1 Prozent (2,3). Die Kommunistische Gewerkschaftsinitiative - International (KOMintern) erreichte 0,6 Prozent (0,9), der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) kam auf 0,5 Prozent (0,4 Prozent).

Insgesamt waren acht Listen um die 110 Plätze im niederösterreichischen Arbeitnehmerparlament ins Rennen gegangen. Die vorläufige Mandatsverteilung ergibt sich wie folgt: FSG 70 (2014: 67), NÖAAB-FCG 24 (26), FA-FPÖ elf (zehn), AUGE/UG weiterhin drei. Die Grünen Gewerkschafter verloren eines ihrer bisher zwei Mandate und halten wie die Liste Perspektive künftig bei einem Sitz. Die Kommunistische Gewerkschaftsinitiative - International (KOMintern), die bisher einen Mandat hatte, ist ebenso wie der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) künftig nicht im niederösterreichischen Arbeitnehmerparlament vertreten. Wahlberechtigt waren 488.839 Mitglieder. Das Endergebnis soll am Samstagvormittag vorliegen.

Wieser zeigte sich naturgemäß zufrieden mit dem Abschneiden seiner Fraktion. „Die Arbeitnehmer haben eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig ihnen eine unabhängige und starke Interessensvertretung in Niederösterreich ist“, bekräftigte der AKNÖ-Präsident in einem Statement nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. „Wir haben im Wahlkampf genau das gemacht, was wir in den letzten fünf Jahren gemacht haben - die Sorgen und Nöte der Arbeitnehmer zu unserem Programm gemacht.“ In Richtung aller Fraktionen richtete Wieser einen Appell: „Lassen wir Parteipolitik von der AK Niederösterreich weg, gestalten wir Arbeitnehmerinteressenspolitik - das sind die wahren Leistungsträger in diesem Land.“

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Der Spitzenkandidat des NÖAAB-FCG, Josef Hager, gab sich in Anbetracht der Verluste zerknirscht: „Es ist nicht erfreulich, wenn man zwei Prozentpunkte verliert. Wir haben versucht, dagegenzuhalten.“ Das Ergebnis werde der NÖAAB „auch so akzeptieren“, sagte der Vizepräsident der AKNÖ. Er stehe „weiterhin für das Miteinander“, spielte Hager auf den im Wahlkampf verwendeten Slogan an. „Das heißt jedoch nicht, immer einer Meinung zu sein.“

Angesichts leichter Zugewinne und eines zweistelligen Ergebnisses sprach Gerhard Scherz, der Spitzenkandidat der FA-FPÖ, von „einem der besten Ergebnisse, das wir bei AK-Wahlen in Niederösterreich bisher eingefahren haben“. Er stehe zur Arbeiterkammer und werde „immer dafür kämpfen“, betonte Scherz abschließend.




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