Letztes Update am Do, 04.04.2019 10:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen im Frühhandel einheitlich schwächer



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Leitbörsen haben sich am Donnerstagvormittag durch die Bank im Minus präsentiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.20 Uhr mit minus 0,17 Prozent bei 3.429,85 Einheiten. Der DAX in Frankfurt verlor 0,18 Prozent auf 11.933,44 Punkte. In London zeigte sich der FTSE-100 mit minus 0,57 Prozent auf 7.375,82 Punkte.

Am Vortag hatten Medienberichte über eine baldige Einigung im US-chinesischen Handelsstreit zu Zuversicht unter den Aktionären beigetragen. Nun warten Anleger mit Spannung auf das Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He, das am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) in Washington angesetzt ist.

Unterdessen ringen in Großbritannien Premierministerin Theresa May und Opposition weiter um einen Kompromiss, mit dem ein ungeordneter EU-Austritt am 12. April abgewendet werden soll.

Datenseitig dürften enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland die Stimmung auf den Märkten belasten. Wie vor Handelsstart bekannt wurde, hat die deutsche Industrie im Februar den stärksten Auftragseinbruch seit mehr als zwei Jahren erlitten. Das Neugeschäft schrumpfte überraschend um 4,2 Prozent zum Vormonat. Im Verlauf steht noch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA auf der Agenda. Zudem haben Anleger das Protokoll der letzten Sitzung des Rats der Europäischen Zentralbank im Auge, das am frühen Nachmittag veröffentlicht wird.

Unter den Einzelwerten stachen die Aktien von UDG Healthcare hervor, die in London 2,9 Prozent gewannen. Zuvor hatte die Investmentbank Barclays ihre Kaufempfehlung für das Papier des irischen Gesundheitsunternehmens hochgestuft.

Die Commerzbank-Aktie profitierte unterdessen von Medienberichten, denen zufolge die italienische UniCredit Interesse an einer Übernahme der zweitgrößten deutschen Bank interessiert ist. Dies gelte aber nur für den Fall, dass die Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank scheitern. Die Aktie der Commerzbank legte 2,4 Prozent zu, jene der UniCredit verlor in Mailand 1,8 Prozent.

Für die Anteilsschein von Maersk ging es hingegen um 11,7 Prozent bergab. Die dänische Reederei hat sich von ihrem eigenen Öl-Fördergeschäft getrennt. Ab dem heutigen Donnerstag wird der Bereich als eigene Einheit an der Börse gelistet.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA140 2019-04-04/10:44




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