Letztes Update am Do, 04.04.2019 10:58

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schiff der NGO Sea-Eye weiterhin ohne Landegenehmigung



Rom (APA) - Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye, die am Mittwoch im Mittelmeer nach eigenen Angaben 64 Migranten gerettet und an Bord ihres Rettungsschiffes „Alan Kurdi“ genommen hat, wartet noch auf Anweisungen in welchem Hafen die Flüchtlinge landen können. Die NGO beklagte am Donnerstag die Verschlechterung der Wetterlage.

„Es ist kalt und das Wetter wird schlechter. Frauen und Kinder sind unter Deck. Die meisten Menschen schlafen jedoch unter freiem Himmel. Sie haben die schwersten Stunden ihres Lebens hinter sich“, hieß es auf Twitter. Wo die von Sea-Eye geretteten Flüchtlinge von Bord gehen können, ist unklar. Italien weigert sich seit Monaten, gerettete Flüchtlinge an Land gehen zu lassen. An Bord befinden sich auch zehn Kinder.

Unterdessen beschwerte sich der Sprecher der libyschen Marine, Admiral Ayob Amr Ghasem, über Hilfsorganisationen, die die Souveränitätsregeln in Libyens Gewässern verletzen würden. „Bei Verletzung der Souveränität unseres Landes werden wir dem internationalen Recht entsprechend reagieren“, erklärte der Admiral nach Angaben italienischer Medien.

Laut der NGO „Watch the Med“ werden derzeit noch zwei weitere Flüchtlingsboote vermisst, die von Libyen aus aufgebrochen sind: eines mit 41 Menschen an Bord, das andere mit 50. Die italienische Küstenwache erklärte am Dienstag, sie sei über das zweite Boot informiert worden und habe die Informationen an die libysche Küstenwache weitergegeben.




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