Letztes Update am Do, 04.04.2019 12:55

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sparkasse OÖ verdiente auch 2018 gut, aber knapp weniger als 2017



Linz (APA) - Die Sparkasse Oberösterreich verdiente auch 2018 gut, aber knapp weniger als 2017. Das Ergebnis vor Steuern ist von 84 auf 82 Mio. Euro zurückgegangen. Das berichtete der Vorstand mit CEO Michael Rockenschaub an der Spitze in einer Pressekonferenz am Donnerstag in Linz.

Die Bilanzsumme legte im Vorjahr um 6 Prozent auf 12,7 Mrd. Euro zu. Die Primärmittel kletterten um 6,7 Prozent auf 9,9 Mrd. Euro, das Volumen der Spareinlagen um 159 Mio. Euro auf 4,5 Mrd. Euro. Das erklärte Rockenschaub damit, dass viele Kunden konservativ seien, die Sicherheit des wenig Zinsen bietenden Sparbuches schätzen würden und Aktien nach wie vor abgeneigt seien. Die betreuten Kundengelder blieben mit rund 17 Mrd. Euro stabil.

Die Kundenkredite legten um 2,7 Prozent auf 8,4 Mrd. Euro zu. Das betreute Finanzierungsvolumen, zu dem neben den Kundenkrediten auch Haftungen, Leasing und Bauspardarlehen gezählt werden, wuchs um 2,6 Prozent auf mehr als 10 Mrd. Euro. Wegen der aktuell niedrigen Zinsen ist das Ergebnis daraus von 184 auf 179,3 Mio. Euro gesunken. Das Provisionsergebnis lag 2018 bei 105,7 Mio. Euro - ein Plus von 1 Mio. Euro. Die Sparkasse strebt eine Veränderung des Verhältnisses von Zinsergebnis zu Provisionsergebnis an. Ausgehend von 70 zu 30 soll es das Ziel 60 zu 40 erreichen.

Die Eigenmittel wuchsen leicht auf nahezu 1,1 Mrd. Euro an. Die Eigenmittelquote verbesserte sich von 19,4 auf 20 Prozent. Die Kernkapitalquote stieg von 15 auf 15,64 Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter hat um 28 auf 1.713 zugenommen, bei einer Teilzeitquote von 35 Prozent.

Die Zahl der Filialen blieb mit 162 Standorten in Oberösterreich und dem westlichen Mostviertel gleich. Darin enthalten sind: 18 Geschäftskunden-Center für kleinere Betriebe, Freiberufler und Gründer sowie 6 Kommerzkunden-Center für große und mittlere Unternehmen. Zwar sei die Zahl der Nutzer von Online-Banking „George“ auf zuletzt 180.000 gestiegen, die persönliche Betreuung sei den Kunden aber weiterhin wichtig. Deshalb werden pro Jahr mehr als 2 Mio. Euro in Neu- und Umbauten investiert. Aktuell läuft ein Projekt „Filiale der Zukunft“, ein nicht öffentlicher Prototyp werde seit 2 Monaten erprobt, berichteten die Bankchefs.

Für heuer verweist Rockenschaub darauf, dass sich das Wachstum abzuschwächen beginnt: „Aber alles auf hohem Niveau, kein Grund für Krisengerede.“ Die Herausforderungen für die Bankenbranche mit hohen Kosten für Regulierung und Vorschriften würden bleiben - „der Druck lässt nur insofern nach, dass weniger Neues nachkommt“. Seine Annahme ist, dass die Zinspolitik weiterhin belastend und auch für die Sparer nicht erfreulich sein werde - der langfristige Vermögensaufbau bleibe erschwert. Dennoch erwartet die Bank nach den Zahlen der ersten Monate für 2019 eine gute, stabile Ertragslage.

~ WEB http://www.sparkasse.at/oberoesterreich ~ APA264 2019-04-04/12:52




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