Letztes Update am Do, 04.04.2019 14:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Identitäre - Grazer FPÖ-Chef sieht keinen Grund für Distanzierung



Wien/Graz (APA) - Der Grazer FPÖ-Chef und Vizebürgermeister Mario Eustacchio sieht aktuell keinen Grund, sich von den Identitären zu distanzieren. „Ich wundere mich über die Vorwürfe, die keine Grundlagen haben“, sagte Eustacchio am Donnerstag laut Berichten der „Kleinen Zeitung“ und des ORF Steiermark: „Es ist ja niemand verurteilt.“

Die Basis sei der Rechtsstaat. Es sei niemand rechtskräftig verurteilt, daher verstehe er die Hysterie nicht, so Eustacchio. Auch sehe er keinen Grund sich von seiner Teilnahme an der Spielfeld-Demo der Identitären zu distanzieren. Dabei sei es doch darum gegangen, darauf hinzuweisen, dass bei der Flüchtlingskrise rechtswidrig Boden betreten worden sei.

Innerhalb der Grazer schwarz-blauen Koalition habe man über das Thema gesprochen, betonten Eustacchio und Koalitionspartner ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl. Man sehe aber im Gegensatz zur Bundesregierung keine Notwendigkeit für eine Klarstellung oder Handlungsbedarf.

Freilich anders sahen das SPÖ und Grüne, die eine Distanzierung Nagls forderten. Wie „gleichgültig“ Bürgermeister Nagl gegenüber den „engen personellen und inhaltlichen Überschneidungen“ seines Koalitionspartners mit den Identitären ist, sei „erschütternd“, so der Klubobmann der Grazer Grünen Karl Dreisiebner.

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