Letztes Update am Do, 04.04.2019 15:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Schiff der NGO Sea-Eye zwischen Malta und Lampedusa unterwegs



Rom (APA) - Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye, die am Mittwoch im Mittelmeer nach eigenen Angaben 64 Migranten gerettet und an Bord genommen hat, hat die libyschen Gewässer verlassen. Das Schiff sei derzeit zwischen Malta und Lampedusa unterwegs, berichteten italienische Medien.

Die NGO beklagte am Donnerstag die Verschlechterung der Wetterlage. Wo die von Sea-Eye geretteten Flüchtlinge von Bord gehen können, ist unklar. Italien weigert sich seit Monaten, gerettete Migranten an Land gehen zu lassen. An Bord befinden sich auch zehn Kinder.

Der italienische Innenminister Matteo Salvini, der am Donnerstag am G-7-Innenministergipfel in Paris teilnahm, erklärte sich wegen der Lage in Libyen besorgt. Er appellierte an die Partner für eine diplomatische Lösung. Im Gespräch mit den G-7-Innenministern hob Salvini die Resultate der Regierung im Kampf gegen die illegale Migration hervor, die 2019 gegenüber den Vergleichsmonaten 2018 um 90 Prozent rückgängig sei.

Salvini bekräftigte, dass Europa NGOs nicht den Umgang mit den Migrationsströmen überlassen dürfe. Er hob die Notwendigkeit stärkerer Investitionen in Afrika hervor.




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