Letztes Update am Do, 04.04.2019 16:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verhafteter Schüler in Flensburg hatte schon zuvor Drohungen erhoben



Flensburg (APA/dpa) - Der Schüler, der eine Gewalttat an einer Flensburger Berufsschule angedroht hat, ist bereits wegen eines ähnlichen Vorfalls an seiner früheren Schule in Erscheinung getreten. Es habe auch im Mai 2018 einen Chat gegeben, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Donnerstag.

In diesem habe er sich merkwürdig geäußert, allerdings nicht so eindeutig wie im aktuellen Fall. „Es reichte nicht für eine Straftat damals.“ Es habe ein Gespräch mit dem Burschen gegeben, auch wurde er der Jugendpsychiatrie vorgestellt. Der Sprecher des Bildungsministeriums in Kiel bestätigte ebenfalls, dass es bereits einen ähnlichen Vorfall mit dem Schüler an einer anderen Schule gegeben haben soll.

Der 17-Jährige hatte in einem Internetchat angekündigt, am Mittwoch an seiner Schule mehrere Menschen töten zu wollen. Die über den Chat informierte Polizei führte Einlasskontrollen durch und konnte den Jugendlichen festnehmen. Er führte in seinem Rucksack griffbereit mehrere Messer mit, die er nach eigenen Angaben gegen andere Menschen einsetzen wollte.

Er hatte bei der Polizei die geplante Tat eingeräumt und wurde in eine psychiatrische Klinik für Kinder und Jugendliche eingewiesen. Hintergrund der geplanten Tat dürften nach Polizeiangaben persönliche Probleme sein.

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