Letztes Update am Fr, 05.04.2019 09:11

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sea-Eye-Schiff unweit von Lampedusa: Appell für „politische Lösung“



Rom (APA) - Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ der deutschen Organisation Sea-Eye befindet sich außerhalb italienischer Gewässer 15 Seemeilen von der süditalienischen Insel Lampedusa entfernt. An Bord befinden sich 64 geretteten Migranten und 17 Crewmitglieder. Die NGO veröffentlichte per Twitter einen Appell für „eine politische Lösung“. Die Crew erklärte sich wegen der schwierigen Wetterlage besorgt.

Das Schiff dürfe nicht in italienische Hoheitsgewässer fahren, ein Verstoß gegen diese Vorschrift gefährde die nationale Sicherheit, hieß es am Donnerstag in dem Brief des Außenministeriums an den deutschen Botschafter in Rom. Es sei Aufgabe des Flaggenstaates, dafür zu sorgen, dass das Schiff die Vorschriften einhalte.

„Das Schiff ist deutsches Eigentum, unter deutscher Flagge, mit deutscher Besatzung“, erklärte Italiens Innenminister Matteo Salvini am Donnerstag am Rande eines Treffens der G7-Innenminister in Paris. Das Schiffe hatte nach eigenen Angaben vom Mittwoch 64 Flüchtlinge vor der libyschen Küste aus einem Schlauchboot gerettet, darunter Kinder und Frauen.




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