Letztes Update am Fr, 05.04.2019 11:53

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Wahl: SPÖ startet Wahlkampf in Favoriten mit Timmermans



Wien (APA) - Die SPÖ geht am Samstag ihren EU-Wahlkampf an. Zu diesem Zweck trifft man sich in einem Veranstaltungszentrum in Wien-Favoriten zu einem „kleinen Parteitag“, bei dem auch das Wahlprogramm abgesegnet wird. Neben dem österreichischen Listenersten Andreas Schieder wird der europäische Spitzenkandidat der Sozialdemokraten Frans Timmermans zu hören sein.

Inhaltlich ist absehbar, was die Besucher des Themenrats (Bundesparteirats) erwartet. Großen Konzernen wird steuerlich der Kampf angesagt, echte Digitalsteuer und Finanztransaktionssteuer sollen kommen, ebenso europaweite Mindestlöhne. Schwerpunktmäßig will sich die Sozialdemokratie auch dem Kampf gegen Rechtsextremismus widmen. Schließlich gibt es noch ein größeres Umweltkapitel, das etwa ein Glyphosat-Verbot enthält.

Mehr als das Inhaltliche dürften aber wohl die Reden der Anwesenden interessieren und da hat die SPÖ aufgeboten, was in ihren Reihen Rang und Namen hat. Die Begrüßung spricht als Gastgeber Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Parteichefin Pamela Rendi-Wagner wird eine Viertelstunde Redezeit eingeräumt, ebenso lang Timmermans, dem Gast aus den Niederlanden, ein wenig mehr Schieder. Erwartet werden 466 Delegierte, dazu noch 350 Gäste.

Die Kandidatenliste muss der Parteirat diesmal nicht absegnen, weil das schon beim Bundesparteitag in Wels vergangenen Dezember erledigt wurde. Jene Kandidaten, die hinter Schieder an wählbarer Stelle gereiht wurden, werden in Wien in Talkrunden den Delegierten vorgestellt. Als fix gilt der Wiedereinzug von Evelyn Regner, ansonsten wird das SPÖ-Team im Europaparlament ausschließlich aus Neulingen bestehen. Gute Chancen auf ein Mandat haben als Vertreter Niederösterreichs, der Steiermark und Oberösterreichs Günther Sidl, Bettina Vollath und Hannes Heide. Die Chefin der Sozialistischen Jugend Julia Herr versucht über einen Vorzugsstimmen-Wahlkampf einen Sitz zu erlangen. Ein weniger gelegt hat sich mittlerweile der Kärntner Ärger darüber, dass der eigene Spitzenkandidat Luca Kaiser an unwählbarer Stelle gereiht wurde, obwohl die Landesgruppe aktuell die erfolgreichste ist.

~ WEB http://www.spoe.at ~ APA223 2019-04-05/11:49




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