Letztes Update am Fr, 05.04.2019 12:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Volksanwaltschaft lädt zu Impfgipfel am 29. April



Wien (APA) - Nach Negativrekorden bei Masernfällen ebenso wie bei Neuerkrankungen nach Zeckenbissen lädt die Volksanwaltschaft zu einem Impfgipfel. Bei dem Treffen am 29. April (10.00 Uhr) im Festsaal am Sitz in der Wiener Singerstraße sollen österreichweite Lösungen mit dem Ziel einer Vereinheitlichung des Impfschutzes diskutiert werden, so die Intention der Veranstalter.

„Ich hoffe sehr, dass auch vom Hauptverband eine Vertretung entsendet wird“, sagte Volksanwalt Günther Kräuter. „Etwa bei der Zeckenimpfung muss unbedingt zu den Unterschieden in den Bundesländern eine Lösung gefunden werden.“

Bisher haben SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher, JETZT-Gesundheitssprecherin Daniela Holzinger-Vogtenhuber, NEOS-Gesundheitssprecher Gerald Loacker und ÖVP-Gesundheitssprecherin Gabriela Schwarz ihr Kommen zugesagt. Auch Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Silvia Türk, Sektionschefin im Gesundheitsministerium, der Pädiater und Infektiologe Werner Zenz (MedUni Graz) und die Vakzinologin Ursula Wiedermann-Schmidt (MedUni Wien) sind angekündigt, teilte die Volksanwaltschaft der APA auf Anfrage mit.

„72 Menschen starben im Vorjahr europaweit an Masern, fünf Personen alleine in Österreich infolge von Zeckenbissen“, hatte Kräuter bereits im Vorfeld kritisiert. Der Volksanwalt plädierte für eine Aufnahme der Masern-Impfung in den Mutter-Kind-Pass, geknüpft an die volle Auszahlung des Kinderbetreuungsgeldes. Auch die Zahl der Erkrankungen nach Zeckenbissen habe 2018 dramatisch zugenommen, 154 Patienten mussten stationär aufgenommen werden. Dennoch sei die Kostenübernahme bei der Impfung nicht einheitlich geregelt.




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