Letztes Update am Fr, 05.04.2019 14:26

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Berlin bittet EU um Lösung für Rettungsschiff Sea Eye



Rom/Berlin (APA) - Die deutsche Regierung hat die EU-Kommission gebeten, die Suche nach einer Lösung für das Schiff einer Regensburger Hilfsorganisation mit geretteten Migranten an Bord zu koordinieren. Es sei wichtig, dass das Schiff so rasch wie möglich in einem sicheren Hafen anlegen könne, so ein Sprecher des deutschen Innenministeriums laut italienischen Medien.

Der Sprecher betonte, Deutschland sei bereit, sich an der Aufnahme der Migranten zu beteiligen. Es sei wichtig, mit den anderen EU-Partnern ein System für im Mittelmeer gerettete Migranten zu etablieren. Auf einen langfristigen Mechanismus dafür können sich die EU-Staaten seit Jahren nicht einigen.

„Ich bin sicher, dass Deutschland das Problem lösen wird“, betonte der italienische Innenminister Matteo Salvini am Freitag. Italien hatte wie Malta NGOs in den vergangenen Monaten immer wieder das Anlegen ihrer Schiffe mit geretteten Migranten verwehrt. Teilweise wurden sie tagelang im Mittelmeer blockiert, bis eine Verteillösung mit anderen europäischen Staaten für die Geretteten gefunden wurde.

Die „Alan Kurdi“ der Organisation Sea-Eye hatte am Mittwoch im Mittelmeer 64 Migranten aufgenommen und sucht seitdem einen Hafen zum Anlegen. Das Schiff dürfe nicht in italienische Hoheitsgewässer fahren, ein Verstoß dagegen gefährde die nationale Sicherheit, hieß es am Donnerstag in dem Brief des Außenministeriums an den deutschen Botschafter in Rom. Die „Alan Kurdi“, die unter deutscher Flagge fährt, ist unweit der italienischen Insel Lampedusa unterwegs.




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