Letztes Update am Fr, 05.04.2019 15:50

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: Admira im Abstiegskampf gegen Altach gefordert



Maria Enzersdorf/Altach (APA) - Die Admira ist am Samstag (17.00 Uhr) in der Fußball-Bundesliga darauf aus, die „Rote Laterne“ des Tabellenschlusslichts wieder abzugeben. Die Südstädter empfangen nach ihrer ersten Niederlage im Jahr 2019 zuletzt bei Rapid (0:3) den SCR Altach. Bei den Vorarlbergern hat Neo-Trainer Alex Pastoor zum Auftakt der Qualifikationsgruppe für frischen Wind gesorgt.

Neun Runden sind im Kampf um den Klassenerhalt noch zu absolvieren. Admira-Trainer Reiner Geyer sieht sein Team im Abstiegskampf zu Hause gegen einen direkten Konkurrenten aber nicht unter besonderem Druck. „Es ist nicht das richtige Denken, auf die Tabelle zu schauen“, erklärte der Deutsche. „Das Wichtigste ist, dass wir uns treu bleiben und unser Ding machen.“

Das haben die Niederösterreicher in diesem Jahr bisher gut gemacht. Vor der Pleite in Hütteldorf holten sie zum Jahresauftakt zehn Punkte aus vier Spielen. „Ich habe auch viele positive Dinge und Ansätze gesehen gegen Rapid - wie auch schon davor“, strich Geier heraus.

Die Admira ist zu Hause drei Spiele ungeschlagen, hat nur eines der vergangenen acht Duelle mit Altach verloren. Der zuletzt gesperrte Jungstürmer Sasa Kalajdzic steht wieder zur Verfügung. Geiers Marschroute: „Wir müssen verteidigen mit der nötigen Schärfe und mit der nötigen Haltung und Geradlinigkeit unser Spiel auf den Platz bringen.“

Die Altacher flogen am Freitag mit einigem Selbstvertrauen nach Wien. Im ersten Spiel unter Pastoor gab es ein ansprechendes 2:1 gegen Mattersburg. Dem Neo-Trainer imponierte vor allem die Reaktion auf den Rückstand. „Die Zusammenarbeit im Team ist so wichtig. Dann kann man mit jeder Situation umgehen“, betonte der Niederländer. „Die Windrichtung kann man nicht ändern, aber den Stand der Seele schon.“

Pastoor muss auf den am Rücken blessierten Offensivmann Christian Gebauer verzichten. Sein Team liegt nur zwei Zähler vor der Admira. „Sie sind nach einer Runde Tabellenletzter, aber das sagt nichts. Das ist unwichtig jetzt“, meinte der 52-Jährige.

Gerade im Abstiegskampf gelte es, die Nerven zu bewahren. „Einer meiner Stärkepunkte ist, ruhig zu bleiben“, sagte Pastoor. „Ich bleibe immer bei meinem Spielplan, das hat die Mannschaft bisher gut aufgenommen.“ Er könne nicht verlangen, dass sein Team immer gut spiele und gewinne. „Aber wir können fordern, dass sie es mit Begeisterung und Disziplin angehen und das umsetzen, was wir verabredet haben.“

In den vergangenen drei Spielen hat Altach zwei Siege eingefahren. In der Südstadt soll eine weitere Steigerung her. „Ich bin zufrieden, wenn wir gewinnen - wie, das ist nicht so wichtig jetzt. Es geht um Punkte“, sagte Pastoor. „Wenn es möglich ist, dann möchte ich gut spielen und gewinnen. Aber wenn ich wählen muss, dann würde ich lieber gewinnen.“




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