Letztes Update am Fr, 05.04.2019 16:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Außenministerin Kneissl traf Burgenlands Landesspitze



Eisenstadt (APA) - Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) hat am Freitag der burgenländischen Landesspitze einen Besuch abgestattet. Bei dem Treffen in seinem Büro sei die außenpolitische Situation mit dem Fokus auf Syrien und die Rolle des Burgenlandes im Hinblick auf seine Lage in der Region mit drei historischen Erweiterungsländern als Nachbarn zur Sprache gekommen, sagte der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) zur APA.

An dem Gespräch nahmen auch Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ), Landesrat Christian Illedits (SPÖ) und die Dritte Landtagspräsidentin Ilse Benkö (FPÖ) teil. Betreffend die Situation in Syrien sei es um die Frage gegangen, wann das Land wieder soweit sei, dass auch Syrer wieder zurückkönnten und was das für die Asylverfahren bedeute, erläuterte der Landeshauptmann.

Kneissl habe auch sehr detailliert ihre wichtige Initiative zur Minenbeseitigung erläutert: „Ich glaube, dass das auch ein ganz wesentlicher Beitrag ist, wenn auch nur eine Facette, keine Frage“, sagte Doskozil. Man habe auch grundsätzlich über die Thematik der Rückführungen gesprochen.

Was das Burgenland betrifft, habe dieses in seiner zentraleuropäischen Lage mit drei historischen EU-Erweiterungsländern, die noch immer an ihrer wirtschaftlichen und regionalen Entwicklungen zu knabbern hätten, eine interessante Position. „Ich glaube, dass es für zukünftige Förderperioden interessant wäre, auf die Erfahrungen des Burgenlandes zurückzugreifen“, meinte Doskozil. Dabei gehe es etwa darum, wie man Förderprogramme auch so gestalten könne, dass beispielsweise auch in Ungarn eine regional größere Wertschöpfung entstehe, als dies bis dato passiert sei.

Gefragt nach ihrer Einschätzung der Chancen der von der britischen Premierministerin Theresa May erbetenen Aufschiebung des Brexit bis zum 30. Juni sagte Kneissl zur APA, man müsse auch wissen, „was ist der Mehrwert, was ist das Anbot der Briten. Und das müssen die Staats- und Regierungschefs am kommenden Mittwoch bewerten.“ Ob sie eine Verschiebung bis zum 30. Juni für sinnvoll halte? „Ich orientiere mich da an den Beschlüssen der Staats- und Regierungschefs am 21. März. Und die haben ihre Logik und diese Logik gilt“, so Kneissl.




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