Letztes Update am Fr, 05.04.2019 16:41

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Maas will weitere militärische Eskalation in Libyen verhindern



Paris/Berlin (APA) - Angesichts der zugespitzten Lage im nordafrikanischen Krisenstaat Libyen setzt Deutschland auf Diplomatie. „Wir wollen keine weitere militärische Eskalation“, sagte der deutsche Außenminister Heiko Maas (SPD) am Freitag im westfranzösischen Dinard am Rande von Beratungen mit seinen Amtskollegen der G-7-Gruppe. Diese vereint große Industriestaaten der Welt, darunter sind auch die USA.

Deutschland hatte wegen der drohenden Eskalation der Gewalt in Libyen bereits eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates einberufen. „Das ist eine Lage, die schwierig ist“, resümierte Maas. „Es gilt jetzt alle einzubeziehen, die dabei helfen können, diese Eskalation zu vermeiden“, sagte er. Deutschland hatte erst am Montag für einen Monat den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat übernommen.

Der einflussreiche libysche General Khalifa Haftar hatte seinen Truppen am Donnerstag den Befehl zum Vormarsch auf die Hauptstadt Tripolis gegeben, wo die international anerkannte Regierung sitzt. Die USA, Frankreich, Italien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Großbritannien warnten in einer gemeinsamen Mitteilung, man werde jeden zur Verantwortung ziehen, der Gewalt schüre.




Kommentieren