Letztes Update am Fr, 05.04.2019 18:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Nach einer beeindruckenden Börsenwoche hat der DAX am Freitag noch eine kleine Schippe draufgelegt. Er schloss 0,18 Prozent höher auf 12.009,75 Punkten. Damit summiert sich der Gewinn in dieser Woche auf gut vier Prozent.

Craig Erlam vom Broker Oanda konstatierte „klare Fortschritte“ in den US-chinesischen Handelsgesprächen. „Allerdings dürften die Verhandlungen zum Ende hin am schwierigsten werden“, warnte der Analyst. US-Präsident Donald Trump hatte am Vortag ein „großartiges Abkommen“ angekündigt.

Daraufhin war der DAX am Donnerstag auf den höchsten Stand seit sechs Monaten gestiegen. Seit Jahresbeginn beläuft sich die Gewinnstrecke nun schon auf fast 14 Prozent. Vielen Investoren laufen die Kurse nach oben davon. „Wer jetzt nicht dabei ist, hat als Vermögensverwalter und Fondsmanager Angst vor dem späteren Vorwurf seiner Kunden und Anleger, diese Kaufsignale im Markt immer wieder ignoriert zu haben“, beschrieb Analyst Jochen Stanzl vom Broker CMC Markets die Not von Marktakteuren angesichts der Hausse.

Der US-Arbeitsmarkt präsentierte sich im März wieder von seiner starken Seite, was an den Börsen ebenfalls gut ankam. „Mit der Arbeitslosenquote nahe ihrem historischen Tief zeigt sich der Arbeitsmarkt in Hochform“, sagte Volkswirtin Charlotte Heck-Parsch von der BayernLB. Der Index der mittelgroßen Werte MDAX legte am Freitag um 0,28 Prozent auf 25.544,72 Punkte zu.

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Adidas-Anleger feierten die Kooperation mit dem US-Popstar Beyoncé, von der sich Experten mehr Wachstumsdynamik beim Sportartikelhersteller versprechen. Die Aktie erreichte am Morgen ein Rekordhoch von 228,40 Euro und schloss noch 0,51 Prozent höher bei 227,55 Euro.

Papiere des Software-Entwicklers SAP zählten nach einer Verkaufsempfehlung durch die Investmentbank Oddo BHF mit einem Abschlag von 1,1 Prozent zu den größten DAX-Verlierern. Analyst Nicolas David sieht die Ziele des Konzerns für 2020 in Gefahr.

BASF-Aktien trotzten dagegen den Abstufungen der Societe Generale und des Bankhauses Lampe mit einem Aufschlag von einem halben Prozent.

Papiere des Chipherstellers Infineon ließen sich nicht vom jüngsten Aufwärtskurs abbringen. Sie stiegen um 1,7 Prozent erstmals seit Anfang März wieder über 20 Euro. In dieser Börsenwoche zogen Infineon um fast 14 Prozent an. Der Autozulieferer gilt als Profiteur einer Einigung im US-chinesischen Handelszwist.

Eine Platzierung durch den Großaktionär Triton belastete die Aktien von Befesa, die 4,2 Prozent verloren. Der Finanzinvestor brachte 4,5 Millionen Aktien des Recycling-Experten mit einem Abschlag bei institutionellen Investoren unter.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA496 2019-04-05/18:36




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