Letztes Update am Fr, 05.04.2019 18:44

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zürcher Börse schließt uneinheitlich



Zürich (APA/dpa-AFX) - Die Schweizer Börse hat die erste Handelswoche im April uneinheitlich beendet. Zwar resultierte beim Leitindex SMI durch Dividendenabschläge am Freitag ein kleines Minus, die übrigen Indizes wiesen jedoch zumeist kleine Pluszeichen auf. Die Stimmung sei Dank der Hoffnung auf eine baldige Beilegung des Handelsstreits der USA mit China recht gut gewesen, sagten Händler. Die Brexit-Unsicherheit verhindere aber neue Hochs.

„Wir stehen kurz davor, einen Deal zu machen“, hatte Donald Trump am Donnerstagabend bei einem Treffen mit dem chinesischen Vizeministerpräsidenten Liu He in Washington gesagt. Beruhigung kam auch von der Makro-Seite. Die Zahl der US-Jobs außerhalb der Landwirtschaft stieg etwas stärker als erwartet und die Stundenlöhne legten nur leicht zu. Das zeige, dass ein Wirtschaftsabschwung nicht unmittelbar bevorstehe, hieß es in Kommentaren. Auch der Kurs der Fed, im laufenden Jahr auf eine weitere Zinsanhebung zu verzichten, dürfte dadurch nicht berührt werden.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 0,24 Prozent tiefer auf 9.541,15 Punkten. Der dividendenbereinigte SMIC stieg jedoch um 0,14 Prozent. Gegenüber dem Vorwochenschluss legte der SMI um 0,7 Prozent zu. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gab minimal auf 1.474,81 Zähler ab und der dividendenbereinigte breite Swiss Performance Index (SPI) gewann 0,26 Prozent auf 11.385,65 Zähler hinzu. Von den 30 SLI-Werten schlossen 20 im Plus und zehn im Minus.

Kräftige Gewinne verzeichneten Tech-Aktien und zyklische Werte. Mit einem Plus von 4,5 Prozent standen die Anteile des Chipherstellers S an der Spitze. Dahinter folgte der Hersteller von Bankensoftware Temenos (plus 1,6 Prozent), dessen Aktien sich laut Händlern zunehmender Beliebtheit im Ausland erfreuen.

Clariant, Sonova, Sika und Partners Group zählten mit plus 1,0 bis 1,3 Prozent ebenfalls zur Spitzengruppe im SMI/SLI. Etwas dahinter folgen Vifor Pharma, Kühne + Nagel, Givaudan, Logitech oder Swiss Life mit Aufschlägen von 0,7 bis 0,9 Prozent.

Die größten Einbußen verzeichneten nach Dividendenzahlung Zurich Insurance (minus 4,4 Prozent) und Geberit (minus 1,5 Prozent). Bereinigt um die Dividendenabschläge resultierte jedoch in beiden Fällen ein Plus. Etwas deutlicher waren die Abgaben bei Richemont (minus 1,1 Prozent), Swisscom (minus 0,9 Prozent) und Dufry (minus 0,5 Prozent).

Die Grossbanken UBS (minus 0,6 Prozent) und Credit Suisse (minus 0,7 Prozent) rutschten gegen Handelsende klar ins Minus, während Julius Bär (plus 0,1 Prozent) ein knappes Plus verteidigen konnte. Bei den Indexschwergewichten stach Nestlé (plus 0,4 Prozent) heraus, während die Pharmariesen Novartis und Roche kaum verändert waren.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA500 2019-04-05/18:41




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