Letztes Update am Sa, 06.04.2019 00:08

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


G-7-Minister besorgt über Militär-Vormarsch in Libyen



Tripolis/Dinard (APA/dpa) - Die Außenminister der Gruppe der großen Industriestaaten (G-7) zeigen sich besorgt über die eskalierende Lage in Libyen. Die Ressortchefs riefen laut einer Erklärung vom späten Freitagabend dazu auf, militärische Bewegungen in Richtung der Hauptstadt Tripolis sofort zu unterlassen. Die Minister oder ihre Vertreter beraten noch bis zum Samstag im westfranzösischen Dinard.

Die Truppen des mächtigen libyschen Generals Khalifa Haftar wollen Tripolis einnehmen. Dort sitzt die international anerkannte Regierung von Fayez al-Sarraj, die mit Haftar um die Macht in dem ölreichen Land ringt. Deutschland, das turnusgemäß den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat hat, und die UN bemühen sich um eine Entschärfung der angespannten Lage in dem nordafrikanischen Krisenland.

„Wir lehnen entschieden jegliche militärische Operation in Libyen ab“, schrieben die G-7-Minister. Es gebe keine militärische Lösung für den Konflikt in dem Krisenland. Der Name Haftars wurde in der Erklärung nicht explizit genannt. Zur G-7-Gruppe gehören neben Deutschland und Frankreich auch die USA, Japan, Kanada, Großbritannien und Italien.




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