Letztes Update am Sa, 06.04.2019 19:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gauland fordert Richtungswechsel in Europapolitik



~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA222 vom 06.04.2019 muss es im Titel heißen: Gauland fordert Richtungswechsel in Europapolitik (nicht: Meuthen). Der Name Meuthen ist weiters in der gesamten Meldung, außer im letzten Absatz, letzter Satz, durch den Namen Gauland zu ersetzen. Die AFP hat ihre Meldung korrigiert. --------------------------------------------------------------------- ~ Offenburg (APA/AFP) - Zum Auftakt des AfD-Europawahlkampfs hat der Ko-Bundesvorsitzende Alexander Gauland einen drastischen Richtungswechsel in der Europäischen Union gefordert. Die bevorstehende Kampagne sei ein „Identitätswahlkampf“, sagte Gauland am Samstag bei einer Kundgebung im baden-württembergischen Offenburg.

„Die EU ist kein Staat, sie braucht kein Parlament. Aber solange es das Parlament gibt, wollen wir Einfluss haben.“ Ziel sei es, die EU zu „korrigieren“, nicht sie „abzuschaffen“. Gauland hofft nach eigenen Worten, dass die Wahl am 26. Mai „endlich zu Selbstzweifeln in der EU führt“. Eigentlich hätte dies bereits der geplante EU-Austritt Großbritanniens bewirken müssen, sagte Gauland.

Zugleich kritisierte Gauland die Anstrengungen, um den vom Menschen gemachten Klimawandel zu begrenzen. „Weder Diesel-Verbote noch veganes Essen werden den Klimawandel stoppen“, sagte er. „Klimaretter sind eine größere Gefahr als der Klimawandel.“

Zudem griff er die deutsche Zuwanderungspolitik der vergangenen Jahre an. „Grüne, SPD und die Merkel-CDU sind für bedingungslose Einwanderung, für die Abschaffung der nationalen Identität“, sagte Gauland.

Er griff auch das Thema Einwanderung auf. Gauland prangerte angebliche „Lügen“ an, wonach unter den Flüchtlingen keine „Terroristen“ seien oder dass Flüchtlinge die Kriminalitätsrate nicht beeinflussten.

Die AfD erreicht in Umfragen zur Europawahl aktuell eine Zustimmung zwischen zehn und elf Prozent. Sie war bei der Wahl 2014, nur ein Jahr nach der Parteigründung, auf sieben Prozent gekommen und mit sieben Abgeordneten in das EU-Parlament eingezogen. Wegen der 2015 erfolgten Spaltung der Partei ist Parteichef Jörg Meuthen aktuell der einzige Europaabgeordnete der AfD.




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