Letztes Update am Sa, 06.04.2019 20:30

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Maas: Völkermord in Ruanda ist „Mahnung für zukünftige Generationen“



Berlin (APA/AFP) - Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat den Völkermord in Ruanda vor 25 Jahren als „Mahnung für zukünftige Generationen“ bezeichnet. Der Völkermord an den Tutsis mit mehr als 800.000 Toten innerhalb von rund hundert Tagen sei ein „Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes“, erklärte Maas am Samstag anlässlich des Gedenkens an den Völkermord.

Die Weltgemeinschaft habe damals die „Warnzeichen“ nicht rechtzeitig wahrgenommen. Seither hätten sich die Krisenfrüherkennung und die Krisenprävention „deutlich fortentwickelt“. „Wir haben uns verpflichtet, genau hinzusehen, wenn sich Krisenanzeichen verdichten“, erläuterte Maas. „Wir müssen Menschenrechtsverletzungen und anderen Konfliktursachen frühzeitig entgegentreten.“

In der früheren deutschen und belgischen Kolonie Ruanda hatten Angehörige der Volksgruppe der Hutu 1994 binnen drei Monaten mindestens 800.000 Menschen getötet. Die meisten Opfer waren Angehörige der Minderheit der Tutsi, aber auch viele gemäßigte Hutu wurden getötet.

Ruanda gedenkt ab Sonntag der Hunderttausenden Toten. Bis zum 4. Juli gilt Staatstrauer.

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