Letztes Update am Mo, 08.04.2019 06:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Turnen: Höck mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad reif für EM-Ringe-Finale



Stettin (APA) - Die Europameisterschaften der Kunstturner ab Mittwoch in Stettin nimmt aus österreichischer Sicht mit dem Steirer Vinzenz Höck sowie den Wienern Xheni Dyrmishi und Bianca Frysak nur ein Trio in Angriff. Größte Hoffnung ist Höck an den Ringen. Er tritt wie Dyrmishi am Pauschenpferd am Mittwoch an, Frysak am Donnerstag im Mehrkampf. Die übrigen ÖFT-Asse sind aus diversen Gründen nicht dabei.

Der 23-jährige Höck ist Junioren-Europameister an seinem Spezial-Gerät von 2014, kämpfte sich in den vergangenen beiden Jahren bereits auf EM-Platz 13 und WM-Platz 17. Nun will der Heeressportler bei seinen dritten Elite-Europameisterschaften mehr bzw. ins Finale der Top Acht. Höcks Zuversicht basiert auf einer Steigerung des Schwierigkeitswerts seiner Übung. Mit 6,2 Punkten liegt er da nun eine Zehntel höher als im vergangenen Herbst.

„Ich bin nun dort angekommen, wovon ich schon lange - seit fünf Jahren - geträumt habe“, sagte Höck. Ginge es alleine nach dem Schwierigkeitsgrad, wäre das EM-Finale gesichert. Freilich muss in Polen auch die Ausführung der Kür klappen. ÖFT-Sportdirektor Fabian Leimlehner gab sich vor den aus zwölf Bewerben bestehenden Titelkämpfen mit 275 Aktiven aus 39 Nationen zuversichtlich: „Wir wollen mit Vinzenz Höck das Ringe-Finale erreichen und mit Xheni Dyrmishi die Top 20 am Pferd.“

Der qualifiziert gewesene Alexander Benda fällt wegen eines Schulterproblems aus, andere im Männer-Bereich haben die internen Normen teils knapp verpasst. Jasmin Mader und Marlies Männersdorfer lassen die EM nach Verletzungspausen aus, konzentrieren sich auf die WM im Oktober in Stuttgart. Jasmin Hämmerle absolvierte zuletzt Probetrainings in den Niederlanden, um nach dem Abschied von Dirk van Meldert vom Nationaltrainer-Posten ihr Trainingsumfeld neu zu ordnen.




Kommentieren