Letztes Update am Mo, 08.04.2019 10:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Sieben Tage Kultur - Die Woche 08.04. bis 14.04. - WIEDERHOLUNG



~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA189 vom 07.04.2019 muss es im letzten Absatz, dritter Satz richtig heißen: Christian Thielemann (nicht: Christoph Thielemann) --------------------------------------------------------------------- ~ Wien (APA) - Eine bunte Kulturwoche bahnt sich an: Während sich Klassikfans freuen, den künftigen Musikervereins-Intendanten Stephan Pauly kennenzulernen, nach Salzburg zu den Osterfestspielen pendeln oder in der Wiener Staatsoper einem vierteiligen Ballett-Abend frönen, steht im Akademietheater Büchners „Woyzeck“ auf dem Programm. In der Hofburg werden die Romys verliehen, und die Freie Szene diskutiert.

Mit Stephan Pauly bekommt der Wiener Musikverein ab 2020 einen neuen Intendanten. Am Montag stellt sich der 47-jährige Deutsche in dieser Funktion der heimischen Presse vor und wird seine Pläne als Nachfolger von Thomas Angyan als Chef der Traditionsinstitution präsentieren. „40 Jahre Kunst, Technologie und Gesellschaft“ feiert heuer das Ars Electronica Festival in Linz, wo der künstlerische Leiter Gerfried Stocker einen Ausblick auf die heurige Jubiläumsausgabe (5. bis 9. September) geben wird. Eine Vorschau auf die Spielzeit 2019/20 gibt auch Carl Philip von Maldeghem, der bekanntlich doch nicht nach Köln wechselt, sondern dem Salzburger Landestheater als Intendant erhalten bleibt. Im Wiener Gartenbaukino diskutieren den ganzen Tag lang Vertreter der Freien Szene zum Thema „Soziale Gerechtigkeit - Fair Pay“, mit dabei ist am späten Nachmittag auch Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ); die Präsentation der Ergebnisse der Arbeitsgruppen folgt einen Tage später.

Sommerlich wird es am Dienstag, wenn die Programm-Highlights des Donauinselfests (21. bis 23. Juni) vorgestellt werden. Im Rathaus erhält die Autorin Barbara Frischmuth (77) das „Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien“. In St. Pölten reiht sich das Festspielhaus in den Vorschau-Reigen ein und gibt einen Ausblick auf die Saison 2019/20, selbigen bietet auch die Landestheater Linz.

Am Mittwoch wartet das Weltmuseum Wien mit einer Presseführung durch die neue Sonderausstellung „Nepal Art Now“ auf, die einen Bogen von Kunstwerken aus den 1950er-Jahren bis zu der gerade im Entstehen begriffenen jungen Kunstszene spannt. In Linz wiederum gibt Festivalleiterin Christine Dollhofer das Programm des heurigen Crossing-Europe-Filmfestivals (25. bis 30. April) bekannt, in der Gedenkstätte Mauthausen eröffnet abends eine Ausstellung von Marko Zink, die der Künstler nach den Koordinaten des Konzentrationslagers benannt hat: „M 48° 15? 24.13?? N, 14° 30? 6.31?? E“. Im Akademietheater feiert schließlich Johan Simons‘ mit dem Schauspielhaus Bochum koproduzierter „Woyzeck“ von Georg Büchner Premiere, den er bereits zum dritten Mal interpretiert und im APA-Gespräch als eines seiner Lieblingsstücke bezeichnete.

„Wien. Eine Stadt im Spiegel der Literatur“ nennt sich die neue Sonderschau im Literaturmuseum, die am Donnerstag zu einer Wien-Erkundung in Texten von u.a. Ilse Aichinger, Thomas Bernhard, Peter Handke, Ruth Klüger und Dorothea Zeemann einlädt. Zu einer Uraufführung lädt das Tanzquartier mit „Amadora Llama (or the loving flame is also the lover that calls)“ der in Wien lebenden Choreografin Veza Fernandez. Das Theater in der Josefstadt zeigt die Österreichische Erstaufführung von David Schalkos „Toulouse“, in der der Autor und Regisseur einen „düster-absurden Blick auf menschliche Beziehungen und ihre Abgründe“ wirft und in ein Hotelzimmer entführt, in dem zwei Expartner noch einmal in Ruhe miteinander sprechen wollen. Regie führt Torsten Fischer.

Durchatmen heißt es am Freitag, der mit zwei Ausstellungseröffnungen der laufenden „Foto Wien“ im Atelierhaus und im Pferd - Forum für zeitgenössische Kunst in Wien-Simmering sowie der konzertanten Wiederaufnahme-Premiere von „Jesus Christ Superstar“ im Ronacher aufwartet. In Hamburg erhält Burgschauspieler Joachim Meyerhoff den „Gustaf-Gründgens-Preis“. Der Theaterpreis der Hamburger Lions Clubs ist mit 15.000 Euro dotiert und zeichnet Personen für ihren Beitrag zur darstellenden Kunst in Hamburg aus.

Das Wochenende zeigt sich dann sehr dicht: Im Kasino am Schwarzenbergplatz feiert am Samstag die Volksopern-Produktion „Powder Her Face“ von Thomas Ades Premiere, am Pult steht Wolfram-Maria Märtig, Regie führt Martin G. Berger. In der Hofburg werden die diesjährigen Romy-Preisträger gekürt, die Osterfestspiele Salzburg starten im Großen Festspielhaus mit dem „Meistersingern von Nürnberg“ - am Pult der Sächsischen Staatskapelle steht der künstlerische Leiter der Festspiele, Christian Thielemann. Klassisch bleibt es auch am Palmsonntag: In der Staatsoper feiert ein vierteiliger Ballettabend mit William Forsythes „Artifact“, „Trois Gnossiennes“ und „Solo“ von Hans van Manen und der „Psalmensymphonie“ von Als Jiri Kylian Premiere, im Theater an der Wien inszeniert Claus Guth Händels „Orlando“, am Pult steht Giovanni Antonini.




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