Letztes Update am Di, 09.04.2019 12:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leichenfund in Tirol 2 - Schädelbrüche als Todesursache plausibel



Innsbruck (APA) - Die Todesursache des 75-Jährige könne aufgrund der langen Liegezeit und des Verwesungszustandes der Leiche nicht mehr eindeutig geklärt werden, meinte Gerichtsmediziner Walter Rabl. Es sei aber durchaus plausibel, dass das Opfer aufgrund der zahlreichen Trümmerbrüche auf der rechten Schädelhälfte gestorben sei.

Die Schläge, die diese Brüche verursacht hatten, müssen sehr wuchtig gewesen sein, fügte er hinzu. Mit derart gravierenden Verletzungen wäre der 75-Jährige vermutlich auch mit ärztlicher Hilfe verstorben, so der Sachverständige.

Die Liegezeit der Leiche habe jedenfalls mehr als ein Jahr betragen, da der Körper aber in mehreren Müllsäcken verpackt war, sei die Liegezeit sehr schwer einzuschätzen, meinte Rabl. Zwischen den Beinen der Leiche war eine alte Bremsscheibe gefunden worden. Diese komme als Tatwaffe durchaus infrage, erklärte der Gerichtsmediziner. An der Bremsscheibe selbst seien jedoch keine Spuren entdeckt worden.

Auch DNA-Spuren des Angeklagten seien bei der Leiche gefunden worden. An der Innenseite mehrerer Klebebänder, mit denen die Müllsäcke befestigt worden waren, konnte DNA, die eindeutig dem Beschuldigten zugeordnet werden könne, sichergestellt werden, erläuterte eine Sachverständige.




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