Letztes Update am Mi, 10.04.2019 13:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


LA: Zeiten unter 2:09 Stunden bei Linz-Marathon erwartet



Linz (APA) - Eine Woche nach dem Vienna City Marathon rüstet sich Linz für seinen Marathon am Sonntag, der gleichzeitig Staatsmeisterschaft ist. Die Veranstalter erwarten rund 19.000 Teilnehmer - etwas weniger als im Vorjahr, aber „für einen Palmsonntag nicht schlecht“, sagte LIVA-Vorstandsdirektor Thomas Ziegler. Sportlich erwartet sich Athletenkoordinator Günther Weidlinger Zeiten von unter 2:09 Stunden.

Über die Volldistanz zählt Brimin Kipruto zu den Top-Favoriten, auch wenn er in Linz über diese Strecke sein Debüt gibt. Der Kenianer ist ein „waschechter Weltmeister und Olympiasieger“, sagte Weidlinger in einer Pressekonferenz am Mittwoch - allerdings im 3.000-Meter-Hindernislauf. Sein Trainingspartner und Landsmann Nicholas Rotich kann bereits einen vierten Platz beim Wien-Marathon 2018 vorweisen.

Mit der schnellsten Meldezeit geht Samuel Mwaniki aus Kenia an den Start, der 2013 bereits einmal in Linz teilgenommen hat, aber nur Fünfter geworden war. „Diese Scharte will er jetzt auswetzen“, hofft Weidlinger. Ebenfalls verpflichtet wurden u.a. Merhawi Kesete aus Eritrea, der um ein WM- und Olympiaticket läuft, und Alfred Koech (Kenia), der eine Zeit von 2:08:30 anpeilt.

Im Elitefeld der Damen möchte die Kroatin Nikolina Stepan unter 2:40 Stunden bleiben. Ebenfalls im Rennen um den ersten Platz sind die Österreicherinnen Cornelia Moser, die auf eine persönliche Bestleistung von 2:39:15 im Vorjahr in Rotterdam verweisen kann, sowie die Titelverteidigerin des Vorjahres, Karin Freitag. Sie peilt auch ihren sechsten Staatsmeister-Titel an. Bei den Männern zählen Edwin Kipchrichir Kemboi, Christian Kresnik und Robert Gruber zu den Favoriten auf den Sieg unter den rot-weiß-roten Athleten.

Der Staatsmeistertitel - aktuell liegen 185 Nennungen für den Bewerb vor - dürfte diesmal verhältnismäßig leicht zu haben sein, denn Lemawork Ketema, Valentin Pfeil oder Peter Herzog waren bereits am Sonntag in Wien am Start. Dass ihm Ketema dort auch seinen österreichischen Rekord abspenstig gemacht hat, nimmt Weidlinger sportlich: „Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden.“ Er sei „sicher der erste Gratulant“ gewesen.

Neben der vollen, der halben und der Viertel-Marathon-Distanz stehen noch weitere Bewerbe für Handbiker und Inline-Skater sowie ein Staffelbewerb am Programm. Bereits am Vortag finden im Stadion die Läufe für die jungen und ganz jungen Teilnehmer statt - beginnend bei 60 Metern für den Jahrgang 2016.

Für die Koordinatoren bedeutet die Veranstaltung eine logistische Herausforderung: In Nachtschichten werden die Zielbereiche aufgebaut, Hunderte Helfer sind im Einsatz. Fünf Tonnen Bananen, über 80.000 Liter Getränke, 300.000 Becher warten auf die Athleten, 800 mobile WC-Boxen werden aufgestellt. Die Linz Linien haben eine eigene Hotline (Tel. 0732/3400-7000) eingerichtet, unter der über Shuttlebusse für Läufer ebenso informiert wird wie über Umleitungen und Schienenersatzverkehr. Auch im Internet (www.linzag.at/news) kann man das nachlesen.

Als zusätzliche Herausforderung kommt heuer der Termin am Palmsonntag dazu. Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) bedankte sich ausdrücklich bei den Linzer Pfarren für das Verständnis, dass nicht alle Prozessionen in der gewohnten Form stattfinden können. Dennoch hat sich der Laufsport offenbar den guten Draht nach oben bewahrt: In der Linzer Ursulinenkirche findet am Vorabend ein eigener Marathon-Gottesdienst, organisiert von der Katholischen Jugend, mit anschließendem Läufersegen statt.




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