Letztes Update am Mi, 10.04.2019 16:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


32-Jähriger soll für afrikanischen Trickbetrüger Geld gewaschen haben



Linz (APA) - Ein 32-jähriger Ivorer aus dem Bezirk Linz-Land soll für einen afrikanischen Internet-Trickbetrüger im großen Stil Geld gewaschen haben. Von März bis Oktober 2018 habe er laut Polizei insgesamt knapp 200.000 Euro zwischen Österreich, Frankreich, Togo und der Elfenbeinküste herumtransferiert. Der Online-Betrüger dürfte nach Einschätzung der Ermittler nach wie vor sein Unwesen treiben.

Der 32-Jährige hatte Bankomatkarten zu Konten des Betrügers, die sich dieser illegal angeeignet hatte. Damit hob er das von diesem ergaunerte Geld ab. Größere Summen brachte er persönlich nach Frankreich zu einem weiteren unbekannten Täter. Kleinere Beträge überwies er zurück nach Afrika. Dafür legitimierte er sich mit illegal erworbenen Reisepässen und falschen Asylkarten. So soll er etwa 30 gefälschte Asylkarten in Frankreich bestellt, dort persönlich abgeholt und dann teils selbst verwendet, teils an einen in Wien lebenden Nigerianer weiterverkauft haben.

Im Herbst des Vorjahres war der 32-Jährige festgenommen worden. Damals war er gerade dabei, seine Wohnung aufzulassen und wollte sich nach Afrika absetzen. Seither ist er in U-Haft und die Ermittlungen gegen ihn förderten immer neue Verdachtsmomente zutage. Der Mann gab auch zu, Online-Bezahlkonten gehackt und von diesen Mobiltelefone bezahlt zu haben. Auf zwei seiner Handys wurden zudem Kinderpornos sichergestellt. Er leugnet aber, diese heruntergeladen zu haben, sondern will sie über einen Chat erhalten haben.




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