Letztes Update am Mi, 10.04.2019 17:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Andritz: Venezuela-Causa „konnte nicht zur Gänze aufgeklärt werden“



~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA295 vom 10.04.2019 muss es im ersten Absatz, letzter Satz, richtig heißen: ... Vertreterverträge wurden wegen fehlender Details in den Abrechnungen aufgelöst (nicht: gegeben). --------------------------------------------------------------------- ~ Wien/Graz/Caracas (APA) - Der steirische Anlagenbauer Andritz hat die angeblichen Schmiergeldzahlungen in Venezuela „nicht zur Gänze aufklären können. Es gab keine Beweise für Korruption, aber auch keine Sicherheit für das Gegenteil“, hieß es von einem Unternehmenssprecher zur APA. Jedenfalls habe es personelle Konsequenzen gegeben - Vertreterverträge wurden wegen fehlender Details in den Abrechnungen aufgelöst.

Von den Vorwürfen erfahren hat der Andritz-Vorstand Mitte März 2012. Zwei Tage später wurde der Vorstandsbeschluss zur internen Revision gefasst, konkretisierte der Sprecher. Nachdem die Vorwürfe vom früheren Geschäftsführer einer Tochterfirma in Mexiko Ende August 2014 „konkreter und ausführlicher“ wiederholt worden waren, wurde eine weitere Untersuchung der Compliance-Abteilung samt externer Unterstützung durchgeführt, die die Causa eben nicht gänzlich aufklärte. Das Compliance-Managment-System sei nachgeschärft worden, bekräftigte der Unternehmenssprecher.

Nach Angaben des früheren Geschäftsführers sollen rund 3 Mio. Dollar Schmiergeld rund um einen Großauftrag für Venezuelas größtes Wasserkraftwerk geflossen sein.

~ ISIN AT0000730007 WEB http://www.andritz.com ~ APA479 2019-04-10/16:55




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