Letztes Update am Do, 11.04.2019 12:49

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fall Zirngast – Journalisten Club sieht Österreich gefordert



Ankara/Wien (APA) - Nachdem ein Gericht in Ankara einen Antrag auf Aufhebung der Ausreisesperre gegen den in der Türkei wegen angeblicher Mitgliedschaft in einer Terrororganisation angeklagten österreichischen Studenten und freien Journalisten Max Zirngast abgelehnt und den Prozess vertagt hat, sieht der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) die österreichische Staats- und Regierungsspitze gefordert.

ÖJC-Präsident Fred Turnheim forderte am Donnerstag in einer Aussendung Bundespräsident Alexander Van der Bellen, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) auf, die „sofortige, bedingungslose Ausreise des österreichischen Staatsbürgers und Journalisten Max Zirngast zu erwirken“ und öffentlich „diese Verschleppungsstrategie der politisch handelnden türkischen Justiz zu verurteilen“.

Der nächste Gerichtstermin findet nach Angaben der Solidaritätskampagne #FreeMaxZirngast voraussichtlich am 11. September statt, dem Jahrestag von Zirngasts Festnahme. Dies teilten die Unterstützer Donnerstagmittag nach Ende des ersten Prozesstags mit. Der Aktivist ist demnach aber nicht mehr verpflichtet, sich wöchentlich bei der Polizei zu melden.

Nationale und internationale Journalistenvereinigungen sehen den Prozess gegen Zirngast als politisch motiviert an. „Wir verlangen weiterhin: Türkei muss völlig unbegründete Anklage fallenlassen“, twitterte das International Press Institute (IPI).




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