Letztes Update am Do, 11.04.2019 13:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Europas Leitbörsen drehen im Verlauf in die Gewinnzone



Frankfurt am Main (APA) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag im Verlauf in die Gewinnzone gedreht. Der 50 führende Unternehmen der Eurozone umfassende Euro-Stoxx-50 erhöhte sich um 0,41 Prozent auf 3.438,86 Punkte.

Der FTSE-100 der Börse London stieg um 0,21 Prozent und steht nun bei 7.437,45 Stellen. Der CAC-40 in Paris legte um deutliche 0,75 Prozent auf 5.490,79 Einheiten zu.

Konjunkturdaten blieben am heutigen Handelstag zum größten Teil impulslos. Viel mehr bewegten Neuigkeiten zu Einzelwerten die Indizes.

So sorgten Zahlen des Luxusgüterkonzerns LVMH für Kursaufschläge unter den Titeln des Unternehmens. Starke Umsatzzahlen überraschten sowohl Anleger als auch Experten der Credit Suisse. Das LVMH-Papier zog um 4,94 Prozent an.

Im Fahrtwasser dieser Zahlenveröffentlichung stiegen auch die Aktien der Branchenkollegen Kering (plus 1,97 Prozent) und Burberry (plus 1,19 Prozent). Christian Dior gewannen unterdessen 3,5 Prozent und Moncler 2,57 Prozent.

Die Papiere des Brillenherstellers EssilorLuxottica gewannen indes 1,94 Prozent. Analystenstimmen der Citigroup hatten sich zuvor positiv zum Brillenkonzern geäußert. Sie strichen ihr einstiges Verkaufsvotum für die Aktien des Unternehmens.

Mit Blick auf weitere Einzelwerte traten in Mailand Prysmian in den Vordergrund. Die Papiere des italienischen Kabelherstellers sackten um 8,10 Prozent ab, nachdem einem Bericht von Reuters zufolge der Konzern seine Gewinne des vergangenen Jahres einer Revision unterwerfen wird.

In London erholten sich indes die Aktien von Indivior nach dem gestrigen Absturz von mehr als zwei Drittel ihres Börsenwertes mit einem vergleichsweise kleinen Kursplus von 1,36 Prozent. Hintergrund des Kurseinbruchs war, dass ein US-Gericht den Pharmakonzern hinsichtlich illegaler Marketingmaßnahmen für seinen Suchtmittelersatz Suboxone beschuldigt hatte. Laut Anklage habe Indivior in Folge fälschlicher Angaben zur Wirkung des Opioids Milliarden Dollar an Umsatz erzielt.

Angesichts der Brexitfrage dürften weiterhin auch die Fluglinien EasyJet und IAG Mittelpunkt gestanden haben. So gewannen die Papiere des Billigfliegers 6,40 Prozent. IAG stiegen um 5,01 Prozent. „Mit Blick auf die europäischen Kurzstrecken sorgt das zumindest vorübergehend für etwas Entspannung“, erklärte ein Marktteilnehmer die Aufschläge.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA341 2019-04-11/13:50




Kommentieren