Letztes Update am Do, 11.04.2019 14:23

TT / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Viehzucht

Schweinefleisch-Preise steigen für Mäster und Endkunden

Die übliche Preissteigerungen vor Ostern werden heuer wegen Schweinepest und chinesischem Hunger auf Schweinernes gesprengt. Der Bio-Anteil liegt nur bei zweiProzent.

Das "Sonntagsschnitzel" wird wohl um einiges teurer werden.

© iStockphotoDas "Sonntagsschnitzel" wird wohl um einiges teurer werden.



Wien – Die Preise für Schweinefleisch steigen – demnächst auch für die Endkunden. Schweinemäster bekommen derzeit um 30 Cent mehr je Kilo als noch vor zwei Wochen. Das ist ein Plus von 20 Prozent. Für Kunden dürfte der Kilopreis um 60 bis 70 Cent steigen, geht aus einem Bericht der Tageszeitung Der Standard (Donnerstagsausgabe) hervor.

Für die immensen Preissteigerungen gibt es zwei Gründe. Einerseits bereitet sich die Afrikanische Schweinepest aus. Andererseits kommt noch der Riesenhunger der Chinesen auf Schweinernes dazu, das immer stärker auch aus Europa importiert wird. Damit werden heuer übliche Preissteigerungen vor Ostern deutlich gesprengt.

Sieben Euro für ein Kilo Schnitzelfleisch

Ein Ende der Preishausse sei nicht absehbar, so der Obmann des Verbandes der Fleischwarenindustrie, Karl Schmiedbauer. Nun starten neue Verhandlungen zwischen Industrie und Lebensmittelhändlern. „Wir kalkulieren gerade“, sagte Schmiedbauer zum „Standard“. In den vergangen Jahren hätten die Mäster draufgezahlt, die aktuelle Preissteigerung sei für sie „eine dringende Notwendigkeit“, so der Chef der Schweinebörse Johann Schlederer. „Statt fünf Euro wird Schnitzelfleisch künftig wohl sieben Euro das Kilo kosten.“

Der Bio-Anteil in der Schweinemast in Österreich - jährlich werden 7,5 Millionen Tiere verarbeitet - beträgt nur 2 Prozent. Höhere Preise für höhere Tierwohlstandards seien so gut wie nicht realisierbar: Man bekomme keine Garantien für die Abnahme, sagt Schlederer im Zeitungsbericht. (APA)