Letztes Update am Do, 11.04.2019 15:23

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen zur Eröffnung wenig bewegt erwartet



New York (APA/dpa-AFX) - An den US-Börsen werden am Donnerstag keine großen Sprünge erwartet. Im Blick stehen weder wegweisende Konjunkturdaten noch Quartalsberichte schwergewichtiger Konzerne. Erst am Freitag beginnt die Berichtssaison spannend zu werden mit den US-Banken JPMorgan und Wells Fargo. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart mit 0,13 Prozent im Plus bei 26.190 Punkten.

Die Produzentenpreise stiegen im März und lagen insgesamt über den Erwartungen. Im Jahresverlauf rechnen die Experten der Helaba auch deshalb tendenziell mit steigendem Preisdruck, wofür auch die sehr gute Arbeitsmarktsituation spreche. „Die aktuellen Preiszahlen setzen die amerikanische Notenbank jedoch nicht unter Handlungsdruck, die Leitzinsen zu erhöhen“, kommentierte Analyst Patrick Boldt. Auch Erwartungen, dass die Zinsen gesenkt werden könnten, erschienen vor diesem Hintergrund nicht angemessen.

Quartalszahlen hatten am Mittwoch nachbörslich das Einzelhandelsunternehmen Bed Bath & Beyond sowie die Großhandelskette Costco Wholesale vorgelegt. Anleger reagierten vor dem Handelsstart entsetzt auf den ersten Jahresverlust des Einzelhändlers Bed Bath & Beyond seit nahezu drei Jahrzehnten als börsennotiertes Unternehmen. Investoren fordern nun einen Wechsel im Management. Die Papiere brachen vorbörslich um 10 Prozent ein. Mit minus 1 Prozent dürfte die Costco-Aktie in den Tag starten, nachdem die Großhandelskette beim Gesamtumsatz auf vergleichbarer Fläche im abgelaufenen Quartal enttäuschte.

Tesla dürften in den Blick rücken, die Aktie gab vorbörslich um 3,3 Prozent nach. Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtete, dass der Elektroautohersteller und sein japanischer Partner, der Elektronikkonzern Panasonic, ihre gemeinschaftlichen Investitionen in den Ausbau der weltweit größten Batteriefabrik wegen sinkender Margen in diesem Geschäft auf Eis legen wollen.

Eine Analystenstudie dürfte dem IBM-Papier Auftrieb geben, das vorbörslich um 0,5 Prozent stieg. Die Schweizer Bank Credit Suisse nahm die Bewertung der Aktie des IT-Konzerns mit „Outperform“ auf und sieht unter anderem den Zukauf von Red Hat als strategischen Vorteil an.

Der Börsenbetreiber Nasdaq legte unterdessen im Übernahmekampf um die Osloer Börse nach und kaufte gut 844.000 weitere Aktien. Damit erhöhte sich der Anteil auf über 37 Prozent. Mit 158 norwegischen Kronen je Papier entspricht der Kaufpreis dem Betrag, den die Nasdaq für die Osloer Börse bietet. Entsprechend blieb eine Kursreaktion vorbörslich aus. Die Euronext hat sich im Übrigen bereits Zugriff auf mehr als 53 Prozent der Anteile gesichert.

~ ISIN US2605661048 US6311011026 US78378X1072 ~ APA420 2019-04-11/15:19




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