Letztes Update am Do, 11.04.2019 16:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Opposition im Sudan kritisiert Militärputsch



Khartum (APA/dpa) - Die Anführer der regierungskritischen Massenproteste im Sudan haben den Putsch der Streitkräfte verurteilt und eine zivile Übergangsregierung gefordert. Die Sitzblockade vor der Zentrale der Streitkräfte in der Hauptstadt Khartum und Proteste in den Straßen sollten weitergehen, forderte die Opposition am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung auf Facebook.

Infolge des Putsches würde das Land weiter von den gleichen Gesichtern regiert, hieß es in der Mitteilung von Oppositionsparteien und der SPA, einer gewerkschaftsähnlichen Interessensvertretung. Die Proteste würden weitergehen, bis „eine zivile Übergangsregierung die Macht übernehme, die den Willen der Revolution“ vertrete. Die Gruppen hatten bisher eine Schlüsselrolle bei der Organisation der Proteste.

Das Militär hatte kurz zuvor erklärt, dass Langzeitpräsident Omar al-Bashir abgesetzt und festgenommen worden sei. Die Streitkräfte wollen demnach unter Führung des bisherigen Verteidigungsministers Awad Mohamed Ahmed Ibn Auf für zwei Jahre an der Macht bleiben, um den Weg für freie Wahlen zu ebnen. Die Streitkräfte verhängten für drei Monate den Ausnahmezustand. Es war zunächst unklar, wie sie auf weiter anhaltende Proteste reagieren würden.

(Alternative Schreibweise: Awad Ibnuf, Omar al-Baschir)




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