Letztes Update am Fr, 12.04.2019 12:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Bei Steuerreform keine Änderung bei Wertpapier-KESt angedacht



Wien (APA) - Für die bevorstehende Steuerreform sind keine Änderungen bei der Wertpapier-KESt geplant, etwa ein Comeback der 2012 abgeschafften Spekulationsfrist oder eine Kürzung des Kapitalertragsteuersatzes. Derartige Änderungen seien nicht angedacht, hieß es am Freitag auf APA-Anfrage aus dem Finanzministerium, im Fokus stehe die Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen.

Davor hatte das Wirtschaftsmagazin „trend“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, bei der Kapitalertragsteuer (KESt) auf Kursgewinne von Wertpapieren könnte im Zuge der Steuerreform wieder eine Spekulationsfrist kommen. Ob diese wie vor ihrer Abschaffung 2012 wieder ein Jahr lang ist oder etwas länger, sei zuletzt noch offen gewesen, so der „trend“ am Freitag. Nach einer solchen Frist könnte die KESt ganz wegfallen. Für eine Behaltefrist, nach deren Ablauf Gewinne nicht mehr der Vermögenszuwachssteuer unterliegen, hätten befragte Finanzakteure einhellig plädiert, so das Magazin.

Seit April 2012 ist die KESt auch für private Kapitalanlagen auf Substanzgewinne erweitert, unabhängig von Behaltedauer oder Beteiligungshöhe (Vermögenszuwachssteuer). Anfang 2016 wurde der Steuersatz von 25 auf 27,5 Prozent angehoben.




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