Letztes Update am Fr, 12.04.2019 22:29

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-Börsen



New York (APA) - Die US-Börsen gingen mit klaren Zuwächsen ins Wochenende. Starke Quartalszahlen von JPMorgan und ein Rekordhoch bei den Aktien von Walt Disney sorgten an der Wall Street für gute Stimmung.

Der Dow Jones Industrial Index stieg um 269,25 Punkte oder 1,03 Prozent auf 26.412,30 Einheiten. Der S&P-500 Index legte um 19,09 Punkte oder 0,66 Prozent auf 2.907,41 Zähler zu. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich um 36,80 Einheiten oder 0,46 Prozent auf 7.984,16 Zähler.

Star des Tages auf dem New Yorker Börsenparkett waren zum Wochenschluss die Papiere von Walt Disney, die mit 130,90 Dollar den höchsten Kurs ihrer Geschichte erreichten. Zum Börsenschluss kosteten sie 130,06 Dollar und damit um 11,5 Prozent mehr als am Vortag. Der Unterhaltungsriese will nun auch im Video-Streaming-Geschäft mitmischen und bringt in den USA einen eigenen Dienst zum Kampfpreis an den Start. Disney+ soll 6,99 Dollar im Monat kosten und ist damit billiger als das günstigste Abo des Rivalen Netflix. Netflix-Papiere gerieten daher unter Druck und fielen 4,6 Prozent.

Analysten waren von dem neuen Disney-Angebot angetan. Disney+ überzeuge, schrieb etwa Steven Cahall von der RBC in einer aktuellen Studie. Die Konzernziele für das Wachstum der Abonnentenzahlen liegen deutlich über den Erwartungen.

Die größte der US-Banken, JPMorgan, legte als erstes gewichtiges Unternehmen in den Vereinigten Staaten den Geschäftsbericht vor und überzeugte erneut die Investoren. Alleine in den ersten drei Monaten des Jahres hatte JPMorgan einen Überschuss von etwas mehr als neun Milliarden Dollar erzielt. Das Wall-Street-Haus habe seine Schätzungen in fast allen Belangen übertroffen, kommentierte ein RBC-Analyst. JPMorgan-Aktien gewannen 4,6 Prozent und zogen auch die Papiere von Goldman Sachs mit plus 2,5 Prozent mit nach oben.

Auch die Großbank Wells Fargo war mit einer kräftigen Gewinnsteigerung ins Geschäftsjahr gestartet. Sie hatte im ersten Quartal unter dem Strich 5,9 Milliarden Dollar und damit rund 14 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum verdient. Die Erträge waren hingegen um ein Prozent auf 21,6 Milliarden Dollar gesunken. Die Zahlen übertrafen die Erwartungen. Wells-Fargo-Anteile standen anfangs höher, drehten dann aber nach Aussagen des Finanzvorstands ins Minus und verbuchten ein Minus von 2,6 Prozent.

Am Dow-Ende gaben die Papiere der Ölgesellschaft Chevron um fünf Prozent nach. In einer milliardenschweren Transaktion will Chevron den US-Ölförderer Anadarko Petroleum übernehmen. Anadarko sprangen um 32 Prozent hoch. Chevron will 65 US-Dollar je Anadarko-Aktie auf den Tisch zu legen, womit das Unternehmen mit 33 Milliarden Dollar bewertet wäre.

Eine im März stärker als erwartet eingetrübte Stimmung der US-Verbraucher tat der Freude der Aktienanleger kaum einen Abbruch. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima war auf 96,9 Punkte gefallen, während Volkswirte mit einem Rückgang auf nur 98,2 Punkte gerechnet hatten. Der Index der Uni Michigan ist ein Indikator für das Kaufverhalten der amerikanischen Verbraucher.

~ ISIN US78378X1072 US6311011026 US2605661048 ~ APA580 2019-04-12/22:26




Kommentieren