Letztes Update am So, 14.04.2019 14:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Wirtschaft will Europa stärken



Berlin/Brüssel (APA/dpa) - Sechs Wochen vor der Europawahl startet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) eine pro-europäische Kampagne. In einem am Sonntag vorgelegten Zwölf-Punkte-Papier betont der DIHK die Bedeutung Europas für Deutschland. „Wir brauchen wieder mehr Mut für Europa“, heißt es auch angesichts des geplanten Ausstiegs Großbritanniens aus der EU. „Die Zeit zu handeln ist genau jetzt.“

Die Industrie- und Handelskammern wollen mit Kampagne #GemeinsamEuropaGestalten ein Zeichen setzen. Die Wirtschaft wolle und müsse künftig mehr für die EU werben und an ihrer Gestaltung mitwirken. „Die EU braucht engagierte Fürsprecher.“

Mit Blick auf den Brexit heißt es in dem Papier, die britische Wirtschaft habe bis zum Schluss nicht entschieden genug für die Vorteile einer EU-Mitgliedschaft geworben. „Daraus müssen wir unbedingt die richtigen Lehren ziehen.“ Die EU brauche mehr Bereitschaft, sich für sie einzusetzen. Gegner gebe es schon genug. „Die nationalistische Tendenzen, die in den EU-Mitgliedsstaaten verstärkt aufblitzen, erschweren auch das grenzüberschreitende Wirtschaften und stellen die Grundprinzipien des Binnenmarktes infrage..“

Aus Sicht der deutschen Wirtschaft sei die EU der wichtigste Garant für Wohlstand und Jobs. Mehr als jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hänge am Export. Laut einer DIHK-Umfrage sagen mehr als zwei Drittel der Unternehmen, die Europäische Union sei besser als ihr Ruf. 82 Prozent der Firmen gaben an, der größte Nutzen der EU sei politische Stabilität. Der DIHK sieht diese Stabilität aber in Gefahr. Die EU müsse geschlossen auftreten.

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