Letztes Update am So, 14.04.2019 21:59

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Militär: Al-Bashirs Partei wird nicht Teil von Übergangsregierung



Khartum (APA/dpa) - Die Partei des abgesetzten Langzeitpräsidenten Omar al-Bashir darf sich nach dem Willen der Streitkräfte nicht an der geplanten Übergangsregierung im Sudan beteiligen. Die Nationale Kongresspartei könne sich aber bei den nächsten Wahlen erneut bewerben, erklärte ein Sprecher des militärischen Übergangsrats am Sonntagabend. Zudem soll der beim Volk verhasste Geheimdienst NISS reformiert werden.

Nach dem Militärputsch vom Donnerstag bemühen sich die Generäle in Gesprächen mit Vertretern der Opposition, eine gemeinsame Übergangsregierung zu bilden. Als Zugeständnis erklärte das Militär, der Ministerpräsident der neuen Regierung solle ein von allen Parteien ausgesuchter Experte sein. Der Präsident hingegen soll aus den Reihen der Streitkräfte kommen. Das Gewerkschaftsbündnis SPA, das die jüngsten Massenproteste im Sudan federführend organisiert hat, fordert jedoch einen kompletten Übergang der Macht in zivile Hände.




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