Letztes Update am Mo, 15.04.2019 05:02

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Energieanbieter switch auf Wachstumskurs



Wien (APA) - Der Energieanbieter switch ist auf Wachstumskurs und will neben einer Kostenersparnis auch mit einfachen Produkten bei den österreichischen Strom- und Gaskunden punkten. Der Energieabsatz soll im laufenden und im nächsten Geschäftsjahr um je rund 10 Prozent gesteigert werden. Es gebe keine Rabatte und einen einzigen klaren Preis, sagte switch-Geschäftsführer Christian Ammer zur APA.

Der Kunde brauche sich nicht darum kümmern, ob sich etwas ändere. Es gebe keinen Grundpreis und keine Verbrauchsstaffel. Damit wolle sich switch von anderen alternativen Anbietern abgrenzen. Es gebe eine Preisgarantie für ein Jahr, aber keine Bindungsfristen und keine Zusatzkosten etwa für eine Papierrechnung. „Wir wollen bewusst aus dem Wechselkarussell heraus und den Kunden ein gutes Angebot machen“, sagt Ammer.

Einmalrabatte seien oft schwer nachzuvollziehen. Um bei hohen Neukundenrabatten im ersten Jahr die ganze Ersparnis lukrieren zu können, müssten Kunden jährlich ihren Energieanbieter wechseln, im zweiten Jahr wird es dann oft teurer. switch-Neukunden zahlen in Österreich für Strom aktuell 6 Cent netto pro Kilowattstunde (kWh), Gaskunden 3,1 Cent netto ohne Mehrwertsteuer.

switch, eine Tochter der EnergieAllianzAustria (Wien Energie, EVN, Energie Burgenland), ist auch in Deutschland bei kleinen und mittleren Geschäfts- und Gewerbekunden mit einem Jahresverbrauch bis zu 1 Mio. kWh tätig. In Deutschland werden rund 20.000 Kunden mit Strom und Gas beliefert, in Österreich 25.500, davon rund 21.500 Stromkunden.

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Die gelieferten Mengen sind aufgrund der höheren Verbräuche von Firmenkunden in Deutschland aber mit 290 Gigawattstunden (GWh) deutlich höher als im auf Privatkunden fokussierten österreichischen Markt mit rund 170 Gigawattstunden. Insgesamt wurden rund 460 GWh abgesetzt.

In den kommenden Jahren will switch kräftig wachsen. Im laufenden Geschäftsjahr 2018/19 soll die abgesetzte Menge um 10 Prozent auf 500 GWh steigen, für das darauffolgende Jahr wird eine Erhöhung in ähnlicher Größenordnung auf 550 GWh angestrebt.

Der Umsatz von switch betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 (per Ende September) 58,1 Mio. Euro, nach 54,1 Mio. Euro. Als Bilanzgewinn wurden 2,4 Mio. Euro ausgewiesen. Beschäftigt sind bei switch 18 Personen (Vollzeitstellen). Das Unternehmen ist seit 17 Jahren am Markt.

Aktuell gibt es in Österreich 149 Stromanbieter und 47 Gaslieferanten und in Summe mehr als 2.500 verschiedene Angebote im Tarifkalkulator der Regulierungsbehörde E-Control. Laut dem aktuellen E-Control-Strompreismonitor beträgt die mögliche Ersparnis bei einem Lieferantenwechsel für einen durchschnittlichen Haushalt mit einen Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) mit Neukundenrabatten bis zu 205 Euro, ohne die Rabatte sind es rund 130 Euro. Die geringste Ersparnis bei einem Wechsel vom Standardanbieter zum günstigsten Lieferanten wird mit rund 109 Euro im Jahr (mit Neukundenrabatt) angegeben, ohne Rabatt sind es um die 35 Euro.




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