Letztes Update am Mo, 15.04.2019 13:38

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Masern - Österreich im EU-Vergleich eher im oberen Bereich



Wien (APA) - Die Masern wären durch die Impfung ausrottbar. Doch mangelnde Durchimpfungsraten führen auch in Österreich immer wieder zu Ausbrüchen. Zwischen März 2018 und Ende Februar 2019 gab es in Österreich 14 registrierte Fälle pro Million Einwohner. In Ungarn waren es 1,4 pro Million Menschen. An der Spitze lag laut den EU/EWR-Statistiken Griechenland mit 131,1 pro Million Einwohner.

In dem Zeitraum wurden laut dem Europäischen Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC/Stockholm) 11.967 Masernfälle in den Staaten der EU und des Europäischen Wirtschaftsraumes gemeldet. Das ergab eine Durchschnittsquote von 23,1 je Million Einwohner. Ganz unten in der Statistik lag Ungarn mit nur 14 gemeldeten Erkrankungen und einer Quote von 1,4/Million Menschen. Dann folgten schon die Niederlande und Norwegen mit je 1,7 pro Million Menschen. Auch Dänemark (2,4 pro Million) und das benachbarte Slowenien (3,4/Million) oder Schweden (2,4 pro Million Einwohner) schnitten sehr gut ab.

Länder wie Kroatien ( 5,5 je Million Einwohner), Zypern (5,8) oder Spanien (4,9) waren es ebenfalls noch relativ wenige Fälle. In Bulgarien waren es 8,9 Erkrankungen pro Million Einwohner.

In Österreich schlägt das Pendel vergleichsweise in die negative Richtung aus: 14 Fälle pro Million Einwohner (123 Erkrankungen in absoluten Zahlen im Beobachtungszeitraum). Auch Großbritannien mit seinem verstaatlichen Gesundheitswesen, das in der Gesundheitspolitik und auch bei Health-Technology-Assessment-Experten wegen seiner medizinischen Primärversorgung immer wieder als Vorbild präsentiert wird, zeigte einen derart hohen Wert. Im Umfeld davon lagen auch Belgien (19,6/Million Einwohner), Polen (16,1) und Portugal (16,4) schnitten ähnlich ab - ebenso Irland (15,7). Frankreich wies mit einer Quote von 36,9 Masernfällen pro Million Einwohner eine mehr als doppelt so hohe Rate auf.

Am schlechtesten lagen nach Griechenland (131,1) Österreichs Nachbarland Slowakei (118,5/je Million Einwohner) und Rumänien (66,5). Auf Frankreich und Italien entfielen allein 42 Prozent der Masernfälle in Europa und dem EWR zwischen März 2018 und Ende Februar 2019. Im Februar dieses Jahres wurden die meisten Masernfälle von Frankreich, Polen, Italien, Tschechien und Belgien gemeldet. Das waren 661 von insgesamt 1.082 allein in diesem Monat in den EU/EWR-Staaten registrierten Erkrankungen an der hoch ansteckenden Infektion.




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