Letztes Update am Mo, 15.04.2019 14:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mordversuch an Ex-Freundin in Wels: Urteil nicht rechtskräftig



Wels (APA) - Das Urteil gegen einen 38-jährigen Bosnier, der im Herbst 2017 seine Ex-Freundin mit einem Messer attackiert und schwer verletzt haben soll, ist nicht rechtskräftig. Sowohl von der Staatsanwaltschaft als auch vonseiten des Verurteilten wurden Rechtsmittel angemeldet. Das teilte das Landesgericht Wels auf APA-Anfrage am Montag mit.

Der Mann war in der vergangenen Woche im Landesgericht Wels zu 13 Jahren Haft verurteilt worden. Die Geschworenen sahen in der Tat einstimmig einen Mordversuch. Zudem wurde der Mann zur Zahlung von 10.000 Euro Teilschmerzengeld an das Opfer verurteilt. Der Angeklagte hatte den Tötungsvorsatz bestritten. Die Staatsanwaltschaft sowie der Verurteilte gaben bei der Urteilsverkündung keine Erklärung ab und legten nun innerhalb der Berufungsfrist Einspruch ein.

Der Mann soll seine Ex-Freundin während einer Autofahrt mit einem Messer bedroht haben. Diese hielt den Pkw auf der Straße an und lief um Hilfe schreiend davon. Laut Anklage habe er sie verfolgt und ihr das Messer in den Rücken gerammt. Die Frau überlebte nur äußerst knapp. Der Angeklagte flüchtete mit dem Auto der Frau und setzte sich nach Bosnien ab. Dort stellte er sich der Polizei, die ihn trotz eines internationalen Haftbefehls nicht festnahm. Auf freiem Fuß soll er seine Ex-Freundin über einen Fake-Account via Internet bedroht haben. Der 38-Jährige wurde schließlich nach seiner Rückkehr nach Österreich von Zielfahndern festgenommen.




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