Letztes Update am Mo, 15.04.2019 18:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Konfliktparteien einig über UN-Abzugsplan für Hafenstadt im Jemen



Sanaa (APA/dpa) - Die Konfliktparteien im Jemen haben nach UN-Angaben einen Plan für den Abzug ihrer Truppen aus der wichtigen Hafenstadt Hudaida akzeptiert. Die jemenitische Regierung und die Houthi-Rebellen hätten sich demnach auf eine erste Phase des Abzugs geeinigt, sagte der UN-Sondergesandte Martin Griffiths dem UN-Sicherheitsrat am Montag.

Details über das weitere Vorgehen oder einen Zeitplan nannte Griffiths dabei nicht. Eine ähnliche Ankündigung teilten die Vereinten Nationen bereits vor zwei Monaten mit.

Ende vergangenen Jahres hatten sich die Konfliktparteien in Schweden zu Gesprächen getroffen und unter anderem eine Waffenruhe für die Hafenstadt Hudaida ausgearbeitet. Die Häfen am Roten Meer sind für die Versorgung mit Hilfsgütern vor allem im Nordjemen von großer Bedeutung. Das Land leidet unter einem andauernden Bürgerkrieg. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Situation als die derzeit schwerste humanitäre Lage weltweit. Im dem Krieg kämpft eine von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz gegen die schiitischen Houthi-Milizen, die vom Iran unterstützt werden. Sie halten seit fast fünf Jahren große Teile des Nordjemens besetzt.

Die Friedensgespräche in Schweden hatten zunächst Hoffnung auf eine Entspannung der Lage gemacht. Seitdem ist der Prozess vor Ort aber ins Stocken geraten. Das Bundeskabinett hatte am Mittwoch die Entsendung von bis zu zehn Soldaten und Polizisten für die UN-Beobachtungsmission UNMHA beschlossen.




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