Letztes Update am Mo, 15.04.2019 21:33

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Tödlicher Feuerwerksunfall in OÖ: Händler vor Gericht



Ried im Innkreis (APA) - Wegen eines tödlichen Feuerwerksunfalls in der Silvesternacht im Innviertel muss sich am heutigen Dienstag ein 54-Jähriger am Landesgericht Ried wegen grob fahrlässiger Tötung verantworten. Der Händler soll dem 17-jährigen Opfer unerlaubterweise sieben Kugelbomben der Kategorie F4 verkauft haben, die nur an Personen mit entsprechendem Bescheid der Bezirkshauptmannschaft abgegeben werden dürfen.

Der Teenager kannte den Pyrotechniker und war beim Zünden der Kugelbombe kurz nach Mitternacht zu Tode gekommen. Wenige Tage nach dem Tod des 17-Jährigen meldete sich der Händler bei der Polizei und sagte aus, dass er sich vom Teenager breitschlagen habe lassen, ihm die Kugelbomben zu verkaufen. Seit Jahren soll er das Geschäft mit den Feuerwerkskörpern betreiben. Daher habe er gewusst, dass er die Kugelbomben der Kategorie F4 nicht an den Jugendlichen hätte abgeben dürfen, begründete die Staatsanwaltschaft die Anklage wegen grob fahrlässiger Tötung. Bei einer Verurteilung droht ihm eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.




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