Letztes Update am Di, 16.04.2019 12:49

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Geldvermögen der Deutschen sinkt erstmals seit drei Jahren



Frankfurt (APA/Reuters) - Das Geldvermögen der Deutschen ist Ende 2018 erstmals seit drei Jahren gesunken. Vor allem Kursrückgänge bei Aktien und Investmentfondsanteilen im Zuge schwächelnder Börsen hätten dazu geführt, teilte die Deutsche Bundesbank am Dienstag in Frankfurt mit.

Insgesamt verringerte sich das Geldvermögen der privaten Haushalte im vierten Quartal im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten um gut 28 Mrd. Euro auf rund 6,02 Billionen Euro. Weiterhin wurden risikoarme Anlagen bevorzugt. Bargeld und Sichteinlagen verzeichneten Zuflüsse von 56 Mrd. Euro. Auch Versicherungen blieben gefragt. Hier erhöhten sich die Ansprüche um 18 Mrd. Euro.

Aktien dagegen waren weniger beliebt. „Das seit dem Jahr 2014 erhöhte Kapitalmarktengagement fiel zum Jahresende spürbar schwächer aus“, erklärte die Bundesbank. Mit knapp 2 Mrd. Euro seien die Zuflüsse in Aktien und andere Anteilsrechte erheblich kleiner gewesen als im dritten Quartal. Kursverluste an den Börsen und eine damit einhergehende größere Unsicherheit seien Gründe dafür gewesen.

Wie schon in den vorangegangenen Quartalen nutzten viele Privathaushalte die ultratiefen Zinsen, um sich bei Banken günstig Kredite zu beschaffen. Weiterhin wurden vor allem Wohnungsbaukredite nachgefragt. Insgesamt nahmen die Verbindlichkeiten um knapp 16 Mrd. Euro zu und lagen zum Jahresende bei 1,79 Billionen Euro.

~ WEB http://www.bundesbank.de ~ APA282 2019-04-16/12:45




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