Letztes Update am Di, 16.04.2019 13:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Verdacht auf Missbrauch von Kindern in Deutschland



Recklinghausen (APA/dpa) - Über mehrere Jahre hinweg soll ein Mann aus dem deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen Kinder und Frauen betäubt, sexuell misshandelt und während der Taten gefilmt haben. Es sei von mindestens 15 Opfern auszugehen, darunter seien auch einige Kinder im Grundschulalter, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.

Die bisher ermittelten sieben Frauen, zwei Jugendlichen und sechs Kinder seien dem 54-Jährigen „aus privaten Kontakten“ bekannt gewesen. Den Ermittlungen zufolge habe der alleinlebende Mann aus Datteln ihnen in seiner Wohnung Schlaf- oder Beruhigungsmittel verabreicht, sie missbraucht und seine Taten aufgezeichnet. Es sei möglich, dass es weitere Opfer gebe.

Nach Angaben der Ermittler hatten sich Eltern Anfang des Jahres an die Polizei gewandt. Ihr Kind hatte bei dem Bekannten übernachtet, danach über Schwindel geklagt. In einer Klinik wurden Spuren eines Schlaf- und Beruhigungsmittels im Blut nachgewiesen. Mitte Februar durchsuchten Ermittler die Wohnung des 54-Jährigen, fanden mehrere Datenträger, der Mann kam in Untersuchungshaft. Er verweigerte bisher die Aussage.

Der Verdächtige habe die Filme nach bisherigen Erkenntnissen nicht weiterverbreitet, sagte die Polizeisprecherin. Einige Opfer seien den Aufnahmen zufolge nicht bei Bewusstsein gewesen. Die identifizierten Personen wurden informiert und von Opferschützern betreut. Einige Missbrauchsopfer habe man bisher nicht ermitteln können. Ob es bei einem einzigen Beschuldigten bleibe, könne auch noch nicht mit Gewissheit gesagt werden.




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