Letztes Update am Di, 16.04.2019 14:52

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Notre Dame - Schwachstellen im Gewölbe, Giebel abgesichert



Paris (APA/AFP) - Nach dem Großbrand in Notre Dame ist die Struktur des weltberühmten Kirchengebäudes weitgehend stabil. „Im Ganzen hält die Struktur stand“, sagte Innenstaatsekretär Laurent Nunez am Dienstag. Allerdings seien einige Schwachstellen im Gewölbe und einem Giebel im nördlichen Querschiff entdeckt worden. Der Giebel müsse deshalb abgesichert worden.

Fünf Gebäude in der Nachbarschaft der Kathedrale seien evakuiert worden. Ob die gotische Kathedrale gerettet werden konnte, habe sich am Montagabend „innerhalb einer viertel Stunde, einer halben Stunde“ entschieden, sagte Nunez. Es gehe nach dem Löschen der letzten Brandherde am Dienstagvormittag nun darum sicherzustellen, dass das Gebäude keinen weiteren Schaden nimmt.

Die Struktur der gotischen Kathedrale und die Fassade mit den beiden Haupttürmen konnten am Montagabend gerettet werden. Das Dach und ein Spitzturm wurden zerstört. Zwischenzeitlich hatte die Feuerwehr befürchtet, die gesamte Kirche könnte einstürzen.

Derweil geht die Pariser Staatsanwaltschaft davon aus, dass ein „Unfall“ zu dem Großbrand geführt hatte. „Nichts deutet auf eine vorsätzliche Tat hin“, sagte Staatsanwalt Remy Heitz bei einer Pressekonferenz vor Notre Dame. Damit bestätigte er erste Hinweise, wonach Renovierungsarbeiten das Feuer ausgelöst hätten.

Fünf Unternehmen seien an den Arbeiten beteiligt gewesen, sagte Heitz. Am Dienstag habe die Vernehmung von Arbeitern und Angestellten der Firmen begonnen. Etwa 15 Mitarbeiter seien am Montag mit Arbeiten betraut gewesen.




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