Letztes Update am Di, 16.04.2019 15:01

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Training zum Saisonauftakt für Burgenlands Polizeimotorradfahrer



Eisenstadt (APA) - Am Gelände der Martinkaserne des Bundesheeres in Eisenstadt haben am Dienstag Polizisten auf Motorrädern ihre Runden gedreht. Zur Einstimmung auf die neue Saison hielt die Landesverkehrsabteilung Burgenland ein Training für Polizeimotorradfahrer ab. Dabei wurde auch an alle privaten Biker appelliert, sich vor der ersten Ausfahrt gründlich vorzubereiten, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Dieses warm up werde jährlich in allen Bundesländern durchgeführt. „Zusätzlich machen wir im Burgenland noch eine Tagesausfahrt, wo wir wirklich auch mehrere Situationen simulieren, wie das Nachfahren und die täglichen Anhaltungen“, erläuterte Chefinspektor Karl Eidenberger. Diesmal konnten die Beamten beim Training auch auf drei Trialmaschinen ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Private Motorradfahrer könnten sich zu 100 Prozent auf ihr Gerät konzentrieren, so Eidenberger: „Hier müssen wir soweit in der Ausbildung gehen, dass viele Dinge im Unterbewusstsein passieren und dass man sich noch zusätzlich konzentrieren kann auf Verkehrsübertretungen, auf Amtshandlungen im Straßenverkehr.“ Polizeimotorradfahrer müssten multitaskingfähig sein.

Zum Saisonstart sollte man auf jeden Fall die Technik seines Fahrzeuges überprüfen lassen und einen Tag an einem Fahrsicherheitstraining teilnehmen, riet der Chefinspektor: „Das wäre die Empfehlung von uns, die Grundvoraussetzung - und das jährlich, egal, wie lange man Motorrad fährt“, meinte Eidenberger, der seit mehr als 30 Jahren im Motorraddienst ist: „Wir fahren alle über 20.000 Kilometer pro Jahr.“ Trotzdem absolviere man das Fahrsicherheitstraining.

Auch Privatfahrer sollten sich dies zu Herzen nehmen: „Man muss sich vorbereiten, es geht nicht anders. Das Motorrad ist ein wunderschönes Hobby, wenn ich des privat verwende. Aber es ist ein sehr gefährliches Hobby. Und je mehr ich trainiere, desto leichter wird die ganze Geschichte“, meinte Eidenberger. „Unser Wunsch wäre halt - eine Saison ohne ein hoppla - das wäre das Endziel.“

Verkehrssicherheit sei „ein Riesenthema“, sagte Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ). Die Polizei mit ihren Motorrädern habe im Bereich der Verkehrssicherheit eine Vorbildwirkung.

„Kondition und Konzentration geht Hand in Hand: Das heißt, man muss auch eine körperliche Konstitution aufweisen können, um im Verkehr mit den Motorrädern fahren zu können“, stellte der Leiter der Verkehrsabteilung, Oberst Andreas Stipsits, fest. „Wir beobachten oft: Das sind super Motorräder, die glänzen alle, sie sind mit den neuesten technischen Features ausgerüstet. Nur, oft ist es halt dann so, dass der Fahrer oder die Fahrerin sich nicht vorbereitet hat. Das ist ganz schlecht.“

Möglichkeiten, Trainings durchführen, gebe es genug - bei Motorradklubs, bei Fahrschulen und Automobilklubs. Nach wie vor passiere viel zu viel bei Motorradfahrten, die Tendenz sei leider steigend. „Ganz wichtig für uns ist immer: Wenn die Saison beginnt - defensiv fahren, bis man sich an das Gerät wieder gewöhnt hat, die Straßenverhältnisse wieder so sind, dass man mit den Motorrädern draußen fahren kann“, riet Stipsits.




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