Letztes Update am Mi, 17.04.2019 09:47

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nachfrage nach 5G-Technik treibt Ericsson an



~ --------------------------------------------------------------------- KORREKTUR-HINWEIS In APA075 vom 17.04.2019 muss es im letzten Satz des dritten Absatzes richtig heißen: ..., im Vergleich zu einem Verlust von 0,7 Mrd. Kronen (nicht: im Vergleich von 0,7 Mrd. Kronen) .... --------------------------------------------------------------------- ~ Stockholm (APA/dpa-AFX) - Der schwedische Netzwerkausrüster Ericsson hat im ersten Quartal von der wachsenden Nachfrage nach 5G-Mobilfunktechnik profitiert. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 48,9 Mrd. Kronen (4,7 Mrd. Euro), wie das Unternehmen am Mittwoch in Stockholm mitteilte.

Auf Basis konstanter Wechselkurse und Geschäftseinheiten wäre das Plus mit 7 Prozent allerdings geringer ausgefallen. Umsatztreiber war erneut das Geschäft mit der Netzwerkausrüstung in Nordamerika, wo die Nachfrage nach dem 5G-Mobilfunkstandard weiter zunimmt.

Beim operativen Gewinn erreichten die Schweden 4,9 Mrd. Kronen, nach einem Minus von 0,3 Mrd. Kronen vor einem Jahr. Das lag vor allem an geringeren Restrukturierungskosten sowie einem Beteiligungsverkauf. Zugleich verhinderten hohe Kosten im Zusammenhang mit der 5G-Technik einen noch größeren Gewinnsprung. Insgesamt schnitt das Unternehmen etwas besser als als Analysten im Durchschnitt erwartet hatte. Unter dem Strich verdiente Ericsson 2,4 Mrd. Kronen, im Vergleich zu einem Verlust von 0,7 Mrd. Kronen im Vorjahr.

Der Konzern hatte 2017 ein Sparprogramm gestartet und seitdem mehr als 20.000 Arbeitsplätze gestrichen. Auch im neuen Jahr wird der Umbau die Schweden noch einmal einiges kosten. Sie rechnen mit Restrukturierungsaufwendungen von 3 bis 5 Mrd. Kronen.

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Viel Geld steckte Ericsson im ersten Quartal auch in Feldtests der neuen Mobilfunkgeneration 5G, deren Ausbau in ersten Ländern an Fahrt gewinnt. Die schnelle Übertragungstechnik wird vor allem von der Industrie gebraucht, die sich immer mehr vernetzt. Zudem schloss Ericsson in Asien „strategische Verträge im Netzwerkgeschäft“ ab, die auf die Gewinnmargen drückten - ein Effekt der sich im zweiten Quartal noch verstärken dürfte. Diese Verträge dürfte der Konzern also eher als langfristig lukrativ ansehen.

Kleine Fortschritte gibt es mit Blick auf schon länger laufende Untersuchungen der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums, die das Unternehmen teuer zu stehen kommen könnten. So seien Gespräche über eine Einigung mit den Behörden aufgenommen worden, hieß es von Ericsson. Diese befänden sich aber noch in einer sehr frühen Phase.

~ ISIN SE0000108656 WEB http://www.ericsson.com/ ~ APA092 2019-04-17/09:45




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